Milliardengewinn Kuwait versilbert Citi-Beteiligung

Die Kuwait Investment Authority hat ihre Anteile an der Citigroup verkauft und dabei einen Milliardengewinn eingestrichen. Der Investitionsfonds verwaltet die staatlichen Anlagen des viertgrößten Ölexporteurs und ist unter anderem auch am Stuttgarter Autokonzern Daimler beteiligt.

Kuwait-Stadt - Wie der staatliche Investitionsfonds Kuwait Investment Authority (KIA) am Sonntag mitteilte, habe man durch den Verkauf einen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar erzielt. Dies entspreche einer Rendite von 37 Prozent auf das ursprünglich eingesetzte Kapital.

KIA erwarb im Januar 2008 Aktien der Citigroup  im Wert von drei Milliarden Dollar, die das Emirat nun für 4,1 Milliarden verkaufte. Wofür der Erlös verwendet werden soll, wurde nicht mitgeteilt. Die Kuwaiter waren der strauchelnden US-Bank, die damals frisches Kapital brauchte, beigesprungen, genauso wie der Staatsfonds von Singapur und der langjährige Citi-Aktionär Prinz Alwalid bin Talal aus Saudi-Arabien. Zusammen erhielt die Bank dadurch rund 12,5 Milliarden Dollar frisches Kapital.

Kuwaitische Abgeordnete hatten den Staatsfonds für die Investition von insgesamt fünf Milliarden Dollar in die US-Finanzinstitute Citigroup und Merrill Lynch kritisiert. Inzwischen wurde Merrill von der Bank of America  übernommen.

KIA verwaltet die staatlichen Anlagen des viertgrößten Öl-Exporteurs. Das Emirat ist seit 1974 auch beim Autobauer Daimler  beteiligt und hält mittlerweile 6,9 Prozent an dem Konzern. Seit dem Frühjahr ist auch das Scheichtum Abu Dhabi mit gut neun Prozent an den Stuttgartern beteiligt.

Zwei kuwaitischen Abgeordneten zufolge ging der Wert der ausländischen Einlagen des Fonds wegen der Finanzkrise in den neun Monaten bis Dezember 2008 um umgerechnet etwa 21 Milliarden Euro zurück. Insgesamt habe KIA zum Jahreswechsel 115 Milliarden Euro verwaltet, erklärten sie im Februar. Im Mai versicherte Kuwaits Finanzminister Mustapha al-Schamali der Nachrichtenagentur Reuters, sein Land habe nicht vor, seine Anlagen in Dollar zu reduzieren.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.