Börsengang Scan Energy reduziert Ausgabepreis

Der geplante Gang der dänischen Scan Energy an die Frankfurter Börse läuft nicht rund. Die Energiefirma senkte den Ausgabepreis auf 8 Euro je Aktie und verlängerte die Zeichnungsfrist. Nach dem Platzen des Börsengangs der Hochtief-Tochter Concessions droht dem IPO-Markt in Deutschland damit der nächste Rückschlag.

Frankfurt am Main - Der Börsenkandidat Scan Energy hat nach dem geplatzten IPO von Hochtief Concessions den Preis für seine Aktien gesenkt. Das dänische Unternehmen legte den Angebotspreis auf 8 Euro das Stück fest - deutlich unter der bisher geltenden Angebotsspanne von 9 bis 13 Euro. Das Ende der Zeichnungsfrist wurde um rund zwei Tage verlängert und statt am Mittwoch soll die Aktie erst am Freitag auf dem Kurszettel auftauchen. Zugleich wurde aber die Zahl der zu zeichnenden Aktien erhöht.

Zur Begründung für den geänderten Fahrplan verwies der dänische Wind- und Solarparkbetreiber auf die Auswirkungen der Dubai-Krise und das Scheitern von Hochtief Concessions. "Trotz positiver Rückmeldungen in den Roadshow-Gesprächen vermögen diese Entwicklungen zu einer zögerlichen Haltung bei einigen Investoren beigetragen haben", teilte Scan Energy am Sonntag mit. An dem geplanten Börsengang solle aber festgehalten werden.

Durch das veränderte Angebot - wonach 19,7 Millionen statt bisher 17,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 2,955 (2,625) Millionen Titel aus dem Bestand der Altaktionäre angeboten werden - dürfte sich der Erlös auf 181 Millionen Euro belaufen, wovon das Unternehmen brutto 158 Millionen bekommen soll. Im Börsenprospekt hatte Scan Energy höhere Ziele angegeben, dann aber schon einmal seine Erwartungen reduziert und die nun erhofften 158 Millionen als Untergrenze angegeben.

Scan Energy wurde 2003 in Dänemark gegründet. Die operative Zentrale ist in Hamburg angesiedelt. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Wind- und Solarparks. Derzeit verfügt es über ein Bruttoproduktionsvolumen von 514 Megawatt, 457 davon sind Windkraft und 57 Solarenergie. Im Bau sind Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 283 Megawatt. Die Entwicklungspipeline hat ein Volumen von rund 1,6 Gigawatt. Der Konzernumsatz belief sich in den ersten neun Monaten 2009 auf 71,2 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen in diesem Zeitraum einen Fehlbetrag von 8,9 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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