Börse Stillstand im Dax

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch gut behauptet. Nach einem nahezu impulsfreien Handel schloss der Leitindex Dax auf Vortagsniveau. Auffällig war allenfalls die Erholung des Lkw-Konzerns MAN.

Frankfurt/Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch den Handel gut behauptet beendet. Der Leitindex Dax gewann 0,1 Prozent auf 5782 Punkte. Der MDax schloss nahezu unverändert bei 7327 Zähler. Der TecDax kletterte 0,5 Prozent auf 803 Punkte. Händler sprachen von einer Pause nach den herben Verlusten des Vortags.

Uneinheitlich zeigten sich die Kurse an der Wall Street in New York. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte fiel bis 18.00 Uhr um 0,1 Prozent auf 10 459 Zähler. Der technologiebasierte Nasdaq-Composite stieg dagegen um 0,6 Prozent auf 2189 Punkte. Die Nachrichtenlage sei extrem dünn, sagte ein Händler. "Auf den Top-Mover-Listen stehen nur langweilige Unternehmen."

Der Euro notierte am Abend leichter bei 1,5038 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,5090 Dollar festgestellt. Vor der Veröffentlichung des "Beige Books" der US-Notenbank am Abend, der EZB-Sitzung am Donnerstag und den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zeige sich der Markt zurückhaltender zum Euro, hieß es von Devisenhändlern es. Dabei werden von der EZB erste Aussagen in Richtung eines möglichen Ausstiegs aus der Nullzinspolitik erwartet. Dies dürfte mit kleinen Schritten beginnen, beispielsweise mit der Abschaffung des Jahrestenders oder Änderungen seiner Konditionen.

Im Dax stiegen allen voran Bayer um 1,8 Prozent auf 53,22 Euro. MAN legten nach den hohen Verlusten am Dienstag um 1,7 Prozent auf 52,99 Euro zu. Beiersdorf verbesserten sich ebenso um 1,7 Prozent auf 44,97 Euro.

Unter Druck standen vor allem Finanztitel und Autowerte. Die deutlichsten Verluste verbuchten aber SAP mit 3,2 Prozent auf 31,02 Euro. Als belastend bewerteten Händler Aussagen des kleineren britischen Mitbewerbers Sage, denen zufolge eine generelle Markterholung noch nicht zu beobachten sei. Commerzbank ermäßigten sich um 2,9 Prozent auf 6,15 Euro. Volkswagen sanken um 2,4 Prozent auf 79,74 Euro. BMW verloren nach ungünstig ausgefallen US-Absatzzahlen 1,5 Prozent auf 31,66 Euro. Deutsche Bank fielen um 1,4 Prozent auf 48,94 Euro zurück. Die Finanztitel reagierten damit auf Aussagen von Goldman Sachs, wonach bei den US-Instituten zwei Drittel der Risiken in den Büchern berücksichtigt seien, das letzte Drittel aber noch nicht.

In der zweiten Reihe fielen Sky um 4,7 Prozent auf 2,44 Euro. Die Papiere des Holzverarbeiters Pfleiderer sanken nach freundlichem Beginn um 2,1 Prozent auf 7,10 Euro. Lanxess gaben 1,7 Prozent auf 26,12 Euro nach. Gesucht waren dagegen Gildemeister mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 11,51 Euro. MTU stiegen um 3,2 Prozent auf 36,78 Euro. Rheinmetall verteuerten sich um 2,4 Prozent auf 42,33 Euro.

Im TecDax setzten sich Drägerwerk an die Spitze der Gewinner und stiegen um 5,8 Prozent auf 30,50 Euro. QSC kletterten um 5,5 Prozent auf 1,72 Euro. Dialog Semiconductor setzten ihren Höhenflug fort und legten 5,0 Prozent auf 7,08 Euro zu. Hier half neben einer Studie auch die Nachfrage nach Smartphones, für die das Unternehmen Bauteile liefert. Am anderen Ende verloren Roth + Rau 2,5 Prozent auf 26,81 Euro. Drillisch büßten 2,1 Prozent auf 5,19 Euro ein.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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