Deutsche Bank Vermögende Kunden hinzugewonnen

Die Deutsche Bank hat im bisherigen Verlauf der Finanzkrise vermögende Privatkunden hinzugewonnen. "Wir haben Kunden und Anlagevolumen hinzugewonnen, im vierten Quartal 2008 und im Jahr 2009", sagte der Leiter der Sparte Private Banking, Ulrich Stephan.

Frankfurt am Main - In der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" führte Stephan den Zuwachs auch darauf zurück, dass die Bank keine Staatshilfen genommen habe. "Das haben unsere Kunden honoriert". In den ersten drei Quartalen 2009 sei das Mandatsvolumen um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

Der Chef der Vermögensverwaltung bei Deutschlands größter Bank, Pierre de Weck, bekräftigte in der "Wirtschaftswoche" das Wachstumsziel seiner Sparte: "10 Prozent Wachstum sind bei einem Markt, der jährlich um etwa 5 Prozent größer wird, ein ambitioniertes Ziel, das ich aber weiter für realistisch halte." Die Marke Sal. Oppenheim werde die Deutsche Bank nach der Integration der Luxemburger Privatbank nicht aufgeben.

Der Schweizer Konkurrent Julius Bär kündigte unterdessen an, sein Deutschlandgeschäft deutlich auszubauen. Primäres Ziel im deutschen Markt sei organisches Wachstum, sagte Vorstand Gerhard Grebe in einem Interview mit "Euro am Sonntag". "Aber wenn sich geeignete Übernahmeziele bieten, können wir uns auch Zukäufe im deutschen Markt vorstellen."

manager-magazin.de mit Material von reuters

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