Stahl ArcelorMittal sieht Hoffnungszeichen

Weltweit ist die Nachfrage nach Stahl während der Rezession eingebrochen, nun geht es offenbar wieder aufwärts. Der Branchenprimus ArcelorMittal sieht Anzeichen einer Erholung und überrascht mit einem hohen Quartalsgewinn.

Brüssel - Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal  ist nach drei Quartalsverlusten in Folge in die Gewinnzone zurückgekehrt. Netto wies der Konkurrent von ThyssenKrupp  und Salzgitter  am Mittwoch einen Überschuss von 903 Millionen Dollar aus.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 14 Millionen Dollar gerechnet. Im Vorquartal hatte der Konzern noch einen Nettoverlust von 800 Millionen Dollar verbucht.

ArcelorMittal habe in den Monaten Juli bis September die ersten Anzeichen einer Erholung gespürt, erklärte Vorstandschef Lakshmi Mittal und zeigte sich für das kommende Jahr optimistisch. ArcelorMittal rechne mit einer weiteren schrittweisen Erholung, auch wenn das operative Umfeld schwierig bleibe. "Wir bleiben vorsichtig. Die Konjunktur ist immer noch schwach", sagte Finanzchef Aditya Mittal.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 Prozent auf 1,59 Milliarden Dollar ein. Gegenüber dem zweiten Quartal bedeutet dies allerdings einen Anstieg von 30 Prozent. Damit lag der Konzern im Rahmen seiner eigenen Prognose, aber leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Der Umsatz lag im abgelaufenen Vierteljahr bei 16,2 Milliarden Dollar und damit leicht über den Markterwartungen. Für das laufende vierte Quartal rechnet ArcelorMittal mit einem Ebitda von zwei bis 2,4 Milliarden Dollar.

Die Produktion, die in den Monaten zuvor konzernweit um bis zu 50 Prozent gedrosselt war, sei in den vergangenen drei Monaten auf 61 Prozent erhöht worden. Im Laufe des des vierten Quartals solle sie auf rund 70 Prozent hochgefahren werden, hieß es.

Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise hat ArcelorMittal weltweit rund 40 000 Stellen gestrichen, sagte Aditya Mittal. Bei einem Großteil handele es sich um "freiwillige Unternehmensaustritte", für die Abfindungen gezahlt worden seien. Vor der Krise beschäftigte der Kocher rund 326 000 Menschen in mehr als 60 Ländern.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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