Sonntag, 15. Dezember 2019

Austrian Airlines Lufthansa zahlt 50 Cent je Aktie

Die Lufthansa bereitet den Squeeze-out bei der Austrian Airlines vor. Die verbleibenden Minderheitsaktionäre werden mit 0,50 Euro pro Aktie abgefunden. Im ersten Halbjahr 2010 soll die vollständige Übernahme abgeschlossen werden und die Lufthansa zur größten Fluggesellschaft Europas aufsteigen.

Wien - Darauf haben sich der Vorstand der Austrian Airlines AG und die ÖLH Österreichische Luftverkehrs-Holding GmbH geeinigt, teilte die Deutsche Lufthansa Börsen-Chart zeigen am Freitag mit. Die Angemessenheit dieser Barabfindung sei noch vom AUA-Aufsichtsrat zu prüfen. Die Lufthansa hält über die ÖLH bereits 95,4 Prozent des AUA-Aktienkapitals.

In Wien am Ziel: Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber
Über den Gesellschafterausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) wird den Angaben zufolge noch im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden. Diese werde voraussichtlich Mitte Dezember stattfinden. Die betroffenen AUA-Minderheitsaktionäre werden die Barabfindung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach Eintrag des Ausschlusses in das Firmenbuch erhalten. Dies wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2010 sein.

Der Handel mit AUA-Stammaktien an der Wiener Börse wurde am heutigen Freitag von Börsenbeginn bis 10 Uhr ausgesetzt. Anschließend stürzten die Titel um knapp 50 Prozent auf 2,20 Euro ab. Der Handel mit Derivaten sollte nach der ersten Preisbildung in der AUA-Stammaktie wieder aufgenommen werden.

Nach einem monatelangen Tauziehen mit der Wettbewerbsbehörde hatte die Lufthansa Ende August grünes Licht für den Kauf der finanziell angeschlagenen AUA bekommen. Mit der Übernahme und dem Kauf der belgischen Brussels Airlines steigt die Lufthansa zur größten Fluglinie Europas auf.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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