Versorger Iberdrola trotzt schwacher Nachfrage

Die spanische Iberdrola hat in den ersten neun Monaten des Jahres kaum unter der Wirtschaftskrise gelitten. Der Versorger erwirtschaftete nahezu den gleichen Vorsteuergewinn wie vor Jahresfrist. Der Iberdrola-Aktienkurs sinkt dennoch leicht.

Bilbao - Der Energiekonzern Iberdrola  hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sein Ergebnis praktisch stabil gehalten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 0,6 Prozent auf 4,951 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Madrid mitteilte. Das war etwas weniger als von Analysten erwartet.

Unter dem Strich verbuchte Iberdrola einen Gewinnrückgang zwar von 18,2 Prozent auf 2,029 Milliarden Euro, übertraf damit aber leicht die Konsensschätzungen. Durch den Anteilsverkauf an der portugiesischen Ölfirma Galp war das Vorjahresergebnis allerdings um einen 500 Millionen Euro schweren Sondereffekt positiv verzerrt. Der Aktienkurs des spanischen Energiekonzerns Iberdrola verlor heute bis zum Mittag 0,40 Prozent auf etwa 6,30 Euro.

Niedrige Strompreise in Spanien und sinkende Stromabgaben in Spanien und Großbritannien haben Unternehmensangaben zufolge einen höheren Gewinn verhindert. Außerdem habe die Abwertung des britischen Pfundes gegenüber dem Euro das Ergebnis negativ beeinflusst. Dafür habe die US-Tochter Energy East den anderswo sinkenden Gewinn auffangen können. Negativ wirkten sich auch Wechselkursschwankungen aus

Für das Gesamtjahr bekräftigte der größte spanische Energiekonzern seinen Ausblick. Demnach sollen Ebitda und das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis um 5 bis 7 Prozent steigen.

Für das vierte Quartal erwartet der Vorstand nach eigenen Angaben eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. Die beiden Sommerquartale fallen bei den Energieversorgern traditionell eher schwächer aus. Bei Iberdrola kam zuletzt belastend hinzu, dass die die Erlöse bei der britischen Tochter Scottish Energy durch das schwache Pfund abgewertet wurden.

Derzeit macht Iberdrola zwei Drittel seines Geschäfts außerhalb Spaniens. Die Erzeugungskapazitäten der Gesellschaft steigen zuletzt um 2000 Megawatt.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und dpa-afx