Neuemissionen H5B5 mit Kurssprung - FJA unter Erwartungen

Einen Zeichnungsgewinn von 120 Prozent erzielte der Filmproduzent H5B5. Rund 25 Prozent gewann Börsenneuling FJA per Erstnotiz. Das Softwarehaus blieb damit deutlich unter vorbörslichen Erwartungen.

Frankfurt am Main - Den besseren Start erwischten die Aktien der H5B5 Media AG. Die Anteile an dem Münchener Medienunternehmen wurden zu 25 Euro ausgegeben und konnten zur Erstnotiz am Frankfurter Neuen Markt mit einem Plus von 120 Prozent auf 55 Euro glänzen. Allerdings stellten die 55 Euro zur Eröffnung gleichzeitig den bisherigen Höchstkurs in Frankfurt dar, denn im folgenden Tief sackten H5B5 bis auf 50,10 Euro. Sie stiegen dann bis 13.45 Uhr wieder bis auf 52,50 Euro. Vorbörslich war der Titel zwischen 80 und 90 Euro wesentlich höher bewertet worden.

H5B5 ist ein Produzent von Familienunterhaltung im Film- und Fernsehbereich. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 278, berechnet auf den Emissionspreis von 25 Euro, galt das Papier bereits als vergleichsweise teuer. Das Unternehmen hat im Vergleich zu anderen börsennotierten Konkurrenten nur wenige Filme im Bestand und gilt zudem als abhängig vom Grosskunden ProSieben.

Vertrieben werden beispielsweise Dokumentationsserien und andere Sendungen in den Bereichen Fiction und Non-Fiction sowie Media Services. Mit 112 Mitarbeitern erwirtschaftete H5B5 einen Umsatz von rund 10 Millionen Euro. Das Unternehmen will mit den Mitteln aus dem Börsengang die Marktstellung ausbauen und global eine wichtige Rolle spielen.

FJA bleib deutlich unter vorbörslichen Kursen

Einen bescheideneren Börsenstart am Frankfurter Neuen Markt verzeichnete das Software-Unternehmens FJA. Die Aktien erzielten am Montag einen Zeichnungsgewinn von 25 Prozent auf 60 Euro; sie waren zu 48 Euro ausgegeben worden. Händler zeigten sich hier enttäuscht, da zuvor am grauen Markt noch Preise um 90 Euro bezahlt wurden. Die bisherige Handelsspanne der Aktie lag in Frankfurt zwischen 53 und 63 Euro, am Montagnachmittag wurden 55,50 Euro bezahlt.

FJA ist ein Software- und Beratungshaus für die Finanzdienstleistungsbranche mit dem Schwerpunkt Versicherungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. Dezember 1999 setzte das Münchener Unternehmen 59 Millionen Euro um, die Anzahl der Mitarbeiter wurde zum 1. Februar mit 550 angegeben. Aus den Erlösen des Börsengangs soll die Expansion in den USA bezahlt voran getrieben werden.