Infineon Kostet 35 Euro

35 Euro müssen Anleger für jede Aktie der früheren Siemens-Tochter in der Zeichnungsfrist anlegen. Einen Euro gibt es als Rabatt für alle, die bis zum 1. März ihren Auftrag abgeben.

Frankfurt - Die Preisspanne für die Aktien der Infineon Technologies AG liegt zwischen 29 und 35 Euro. Darauf haben sich Siemens, Infineon sowie die Konsortialführer Deutsche Bank und Goldman Sachs verständigt. Ursprünglich erwartet wurde ein Maximalpreis von 32 Euro. Das Angebot umfasst insgesamt rund 173 Millionen Namensaktien. Das Platzierungsvolumen liegt damit zwischen fünf sechs Milliarden Euro und ist die größte Emission in Deutschland, seit die Papiere der Deutschen Telekom im November 1996 erstmals in den Handel kamen.

Im Volumen enthalten ist eine Kapitalerhöhung um rund 17 Millionen neuer Namensaktien, woraus Infineon etwa bis zu 580 Millionen Euro zufliessen werden. Zusätzlich erwartet Infineon aus einer strategischen Beteiligung der Intel Corp rund 250 Millionen Euro, sodass Infineon mit dem Börsengang in Summe rund 800 Millionen Euro zufliessen werden.

Die Emissionsbanken, darunter auch die Commerzbank und Lehman Brothers, sind selbstverständlich voller Lobes für diese Aktie. Sie sprechen Infineon im Vergleich zur internationalen Konkurrenz überdurchschnittliches Potenzial zu.

Bereits in den vergangenen fünf Jahren sei das Unternehmen mit durchschnittlich 19 Prozent schneller als die Wettbewerber (10 Prozent) gewachsen, schreiben die Lehman-Analysten. Nach Einschätzung der Commerzbank hat sich Infineon eine führende Position in wichtigen Wachstumsmärkten erarbeitet. So zähle die Gesellschaft zu den bedeutendsten Anbietern von Chips für den Mobilfunk und für ISDN-Anwendungen.

Bei der Herstellung von Speicherchips (DRAMs) liege Infineon weltweit auf dem 5. Platz. Bei Halbleitern für die Automobilindustrie habe die Siemenstochter den 2. Platz erobert. Alles in allem belege Infineon unter den weltweiten Halbleiterproduzenten den 9. Rang.

Zu den wichtigsten - und grösseren - Konkurrenten gehören Intel, NEC, Toshiba, Samsung, Texas Instruments, Motorola, ST Microelectronics Hitachi und Philips.