US-Banken JP Morgan übertrifft hohe Erwartungen

Das Finanzkonzern JP Morgan Chase verdiente im dritten Quartal des Jahres gut 3,6 Milliarden Dollar. Experten sehen dadurch sogar ihre optimistischen Einschätzungen übertroffen - und entsprechend legten die Aktien des Unternehmens vorbörslich kräftig zu. Das Unternehmen ist die erste US-Großbank, die in der neuen Bilanzsaison ihre Zahlen vorgelegt hat.

New York - Der Finanzkonzern JP Morgan Chase  hat mit einem milliardenschweren Quartalsgewinn erneut seine Spitzenstellung in der US-Bankenbranche untermauert. Unter dem Strich verdiente die Großbank im dritten Quartal 3,6 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro), das entspricht einem Gewinn von 0,82 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 0,52 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet.

Ein Jahr zuvor hatte der vergleichbare Überschuss lediglich 527 Millionen Dollar betragen. Für den überraschend hohen Gewinn sorgte nun besonders das Investmentbanking. Die Aktie legte im vorbörslichen US-Handel kräftig zu.

Trotz des Gewinnsprungs warnte Bank-Chef Jamie Dimon am Mittwoch, dass die Kosten für mögliche Kreditausfälle auch in absehbarer Zukunft hoch bleiben dürften. Die Bank habe allein für Verbraucherkredite noch einmal zwei Milliarden Dollar beiseitegelegt.

JP Morgan Chase hat damit die gesamte Finanzkrise hindurch schwarze Zahlen geschrieben. Experten warten nun gespannt auf die Ergebnisse weiterer US-Banken wie Goldman Sachs , Citigroup  und Bank of America , die ihre Bilanzen in den nächsten Tagen vorlegen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen