Deutsche Aktien Ein Fünftel gehört Privatanlegern

Ein gutes Fünftel des Grundkapitals deutscher Aktiengesellschaften ruht in den Händen deutscher Privatanleger, belegt eine aktuelle Studie. Mit einer überraschenden Erkenntnis - je kleiner die Gesellschaft, desto höher sei der Anteil der Privataktionäre.

Frankfurt am Main - Privatanleger halten laut einer Studie im Schnitt etwa ein Fünftel des Grundkapitals an deutschen Aktiengesellschaften. Mehr als ein Drittel (37,7 Prozent) der Unternehmen, die an der Befragung teilnahmen, nannte einen Privatanlegeranteil von mehr als 20 Prozent. Das teilt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt gemeinsam mit dem Unternehmen Netfederation mit.

Es hatte im Mai 584 deutsche Aktiengesellschaften angeschrieben. Etwa ein Fünftel, insbesondere im Dax , MDax  und SDax  notierte Aktiengesellschaften, antworteten darauf. Die Netfederation ist ein Anbieter von Investor-Relations-Dienstleistungen.

Je kleiner die Gesellschaft, desto höher sei der Anteil der Privataktionäre. Am größten sei der Anteil von Privatanlegern am Kapital mit 35,5 Prozent bei TecDax-Unternehmen, erklärt das DAI. Allerdings hätten nur wenige Unternehmen aus diesem Index Daten eingeschickt. Daher seien die Zahlen mit Vorsicht zu bewerten.

Unter deutschen Anlegern ist die Akzeptanz von Aktien im internationalen Vergleich gering: Im ersten Halbjahr 2009 besaßen knapp 3,4 Millionen Deutsche Aktien. Das seien 5,2 Prozent der Bevölkerung im Alter über 14 Jahre. In Ländern wie den Niederlanden, den USA oder Japan sei der Anteil mit bis zu 30 Prozent höher. Die Zahl bezieht sich auf Direktaktionäre. Der indirekte Aktienbesitz über Fonds wurde nicht mitgerechnet.

manager-magazin.de mit Material von dpa