K+S Morton-Kauf fast perfekt

Dem Düngemittelhersteller K+S steht bei der Übernahme des amerikanischen Salzproduzenten Morton nichts mehr im Wege. Der Abschluss des größten Zukaufs der Firmengeschichte wird in den kommenden Tagen erwartet.

Frankfurt am Main/Washington - Ein Sprecher des Kasseler Unternehmens bestätigte am Samstag, dass sich K+S  vom Großteil seines Streusalzgeschäfts in den US-Bundesstaaten Maine und Connecticut getrennt und damit den Forderungen der amerikanischen Kartellbehörde FTC entsprochen habe. "Die Verträge dazu sind schon unterzeichnet", sagte er. In den kommenden Tagen werde nun der Abschluss des größten Zukaufs der Firmengeschichte erwartet.

Die FTC war die letzte Behörde, die der Morton-Übernahme noch zustimmen musste. Die Kartellwächter in Brasilien und Kanada haben bereits grünes Licht gegeben.

K+S hatte im Frühjahr angekündigt, Morton zu übernehmen und dafür knapp 1,7 Milliarden Dollar in bar auf den Tisch zu legen. Der US-Konzern stellt Speise-, Gewerbe- und Streusalze her. Mit der Übernahme steigt K+S zum weltweit führenden Salzproduzenten auf und überholt mit einer Produktionskapazität von dann rund 30 Millionen Tonnen klar die bislang führende China National Salt.

Die Kasseler kaufen Morton vom Chemieunternehmen Rohm & Haas, das der US-Chemiekonzern Dow Chemical  für mehr als 15 Milliarden Dollar übernommen hatte. Zusammen kommen K+S und Morton nach früheren Angaben auf einen Jahresumsatz von 5,6 Milliarden Euro und mehr als 15.000 Beschäftigte.

manager-magazin.de mit Material von reuters