Lehman Brothers Deutsche Banken stellen Milliardenforderungen

Deutsche Banken fordern von der insolventen Bank Lehman Brothers 25,7 Milliarden Dollar. Der Bundesverband deutscher Banken hat die Forderungen für alle deutschen Institute eingereicht und zählt damit zu den größten Gläubigern. Insgesamt belaufen sich die Ansprüche gegen das US-Institut auf gut eine Billion Dollar.

Berlin - Gut ein Jahr nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers  hat der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) laut Webseite des Lehman-Insolvenzverwalters Forderungen in Höhe von 25,7 Milliarden Dollar (17,4 Milliarden Euro) bei dem New Yorker Institut eingereicht.

"Der Bankenverband ist Gläubiger der Lehman Brothers Holdings", sagte dazu eine BdB-Sprecherin am Donnerstag in Berlin. Laufende Verfahren, wie nun auch das Lehman-Insolvenzverfahren, würden im Übrigen grundsätzlich nicht kommentiert.

Mit seiner Forderung gehört der Verband zu den größten Gläubigern, die bis zum Ablauf der dafür vorgesehenen Frist am 22. September in den USA ihre Forderungen angemeldet haben. Medienberichten zufolge rechnet Lehmans leitender Insolvenzanwalt Harvey Miller damit, dass sich die Forderungen insgesamt auf mehr als eine Billion Dollar summieren werden.

Laut der Internetseite von Epiq Systems, die die Forderungen bündelt, stammt die größte Forderung mit 48 Milliarden Dollar von der Treuhandgesellschaft Wilmington Trust. Die Liste der Gläubiger reiche dabei von der britischen Bank Barclays  bis zum Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate.

Zum Zeitpunkt der Insolvenz vergangenes Jahr hatte Lehman seine Verbindlichkeiten mit 613 Milliarden Dollar angegeben. Nun wurden insgesamt rund 20.000 Forderungen gegen Lehman bei Epiq registriert, darunter auch einige Doppelanmeldungen.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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