Öl-Preis Sinkflug für das schwarze Gold

Öl wird wieder günstiger - das Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate kostet nur noch etwas über 68 US-Dollar. Die in der vergangenen Woche deutlich gestiegenen Rohöllagerbestände belasten den Preis des Rohstoffs, sagen Experten.

New York/Wien/London - Die Ölpreise sind am Donnerstag nach dem starken Rückgang am Vortag weiter gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November fiel auf 68,55 US-Dollar. Das sind 43 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November sank um 36 Cent auf 67,63 Dollar.

Die in der vergangenen Woche deutlich gestiegenen Rohöllagerbestände lasteten weiter auf den Ölpreisen, sagten Händler. Vor der Veröffentlichung der Daten am Mittwoch hatte der US-Ölpreis noch über 71 Dollar notiert. Laut den Daten der US-Energiebehörde sind nicht nur die Rohöllagerbestände, sondern auch die Destillate- und Benzinbestände gestiegen.

Die hohen Lagerbestände bei den Ölprodukten dürften dazu führen, dass die Raffinerien in den kommenden Wochen und Monaten weniger Rohöl verarbeiten, erwartet die Commerzbank. In der Folge dürften die ohnehin hohen Rohöllagerbestände steigen. Die Commerzbank erwartet daher bis zum Jahresende einen Rückgang des Ölpreises bis auf 50 US-Dollar. Zusätzlicher Druck wurde im Handelsverlauf durch die gefallenen Aktienkurse ausgeübt, sagten Händler.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 67,87 US-Dollar. Das waren 72 Cent weniger als am Dienstag.

Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen