Bund Weniger Geld vom Kapitalmarkt

Der Bund will sich im vierten Quartal etwas weniger Geld am Kapitalmarkt leihen als ursprünglich geplant, teilt die Finanzagentur am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Behörde plant nun mit einem um insgesamt 17 Milliarden Euro niedrigeren Volumen.

Berlin - Der Bund nimmt zum Jahresende deutlich weniger Geld am Finanzmarkt auf als ursprünglich geplant. Insgesamt würden die Emissionen von Bundesanleihen um 17 Milliarden Euro auf etwa 59 Milliarden Euro gekürzt, teilte die für das Schuldenmanagement des Bundes zuständige Finanzagentur am Donnerstag mit.

Damit werde die Emissionsplanung an die günstigeren Refinanzierungsbedingungen und den verminderten Kapitalbedarf des Finanzmarktstabilisierungsfonds angepasst, hieß es. Aus Parlamentskreisen hatte es zuletzt geheißen, dass die Mittel für die Konjunkturstützung nicht in dem Maße in Anspruch genommen werden wie gedacht.

Besonders stark kürzt der Bund die Ausgabe von Geldmarktpapieren; das sind Anleihen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr. Doch auch bei den Anleihen mit einer längeren Laufzeit sind Einschnitte geplant.

Nicht im Emissionskalender aufgeführt sind inflationsgeschützte Anleihen. Bei diesen sogenannten Linkern orientiert sich die Zinszahlung an der Inflationsrate. Zuletzt hatte der Bund im Juni einen Linker auf den Markt gebracht. Dieses Papier soll den Kreisen zufolge noch in diesem Jahr aufgestockt werden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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