HeidelbergCement Merckle-Anteil sinkt auf 25 Prozent

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement wird mit seiner Kapitalerhöhung voraussichtlich 2,25 Milliarden Euro einnehmen. Der Bezugspreis der 62,5 Millionen Aktien wurde auf 37 Euro je Anteilsschein festgesetzt. Damit wird der Anteil des bisherigen Großaktionärs Ludwig Merckle auf rund 25 Prozent sinken.

Heidelberg - Der hochverschuldete Baustoffkonzern HeidelbergCement  will mit seiner Kapitalerhöhung 2,25 Milliarden Euro einnehmen. Die 62,5 Millionen Aktien werden zu einem Preis von 37 Euro je Anteilsschein zugeteilt, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag mit.

Die Bezugsfrist soll vom 24. September bis 7. Oktober laufen. Den Erlös will HeidelbergCement für den Abbau der Schulden von zuletzt 11,3 Milliarden Euro verwenden. Die Schuldenlast resultiert aus dem 14 Milliarden Euro teuren Kauf des Konkurrenten Hanson.

Neben den neuen Aktien wurden 57,2 Millionen Aktien von Altaktionären verkauft. Zu den Altaktionären zählt vor allem der bisher größte Aktionär Ludwig Merckle, Sohn des im Januar verstorbenen Milliardärs Adolf Merckle.

Dieser wird nach der Kapitalerhöhung nur noch rund 25 Prozent an dem Unternehmen halte, wie eine Sprecherin der Merckle-Familie am Dienstagabend und bestätigte. Das Aktienpaket werde überwiegend von der Merckle-Firma Spohn Cement gehalten. Vor dem Kapitalschritt, an dem sich Merckle nicht beteiligte, hatte sein HeidelbergCement-Anteil bei 72,4 Prozent gelegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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