ArcelorMittal Stahlmarkt vor der Wende

2010 wird sich der Stahlmarkt zwar noch nicht normalisieren, die Rückkehr zu einem Wachstum von bis zu 5 Prozent scheint aber möglich. So sieht es jedenfalls ArcelorMittal. Der weltgrößte Stahlkonzern will von der Erholung profitieren. Investitionen sollen erhöht und Fusions- und Akquisitionsmöglichkeiten ausgelotet werden.

London - Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal  erwartet nach der Finanzkrise eine Rückkehr der Branche zum Wachstum. Die weltweite Stahlnachfrage könnte dann um 3 Prozent bis 5 Prozent steigen. Dies geht aus einer Präsentation auf der Webseite hervor, die CEO Lakshmi Mittal am heutigen Mittwoch auf einem Investorentag vorlegen will.

Die Stahlmärkte in den USA und Europa würden sich 2010 vermutlich noch nicht "normalisieren", hieß es weiter. Die Inlandsnachfrage in China werde 2009 voraussichtlich um 15 Prozent wachsen. Der Konzern wolle außerdem seine Pläne für den Ausbau des Kokskohle- und Eisenerzbergbaus weiter verfolgen, so die Präsentation. Die Rohstoffe werden für die Stahlproduktion benötigt.

Die ArcelorMittal Group wird auf dem Investorentag, der gleichzeitig in London und New York stattfindet, auch neue Schuldenziele verkünden. So solle der Verschuldungsgrad zwischen 25 Prozent und 40 Prozent liegen, und das Verhältnis von Schulden zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 0,5 bis 1,8 betragen.

Finanzvorstand Aditya Mittal wird laut einer anderen Präsentation vermutlich eine vorsichtige Erhöhung der Investitionen verkünden. Der Stahlkonzern werde wieder Fusions- und Akquisitionsmöglichkeiten ins Auge fassen und spüre bereits eine Verbesserung der Profitabilität.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

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