Landesbanken BayernLB wieder in der Gewinnzone

Nach den Milliardenverlusten des vergangenen Jahres schreibt die BayernLB wieder schwarze Zahlen. Auch der Umbau des Instituts, das sich von zahlreichen Aktivitäten trennt, ist in vollem Gange. Über den Berg ist die Bank, die mit zehn Milliarden Euro Steuergeldern gestützt wurde, allerdings noch nicht.

München - Die BayernLB hat sich im ersten Halbjahr 2009 trotz neuer Sonderlasten stabilisiert. Bis Juni seien bereits 90 Prozent der erwarteten Kosten für den Konzernumbau in diesem Jahr verbucht worden, sagte Vorstandschef Michael Kemmer am Mittwoch im Bayerischen Landtag. Zuletzt hatte der Vorstand dafür bis zu 700 Millionen Euro veranschlagt.

Trotz der Belastungen habe Deutschlands zweitgrößte Landesbank wieder schwarze Zahlen geschrieben, nach einem Verlust von gut fünf Milliarden Euro im gesamten Jahr 2008, ergänzte Kemmer. Details sollen am 26. August folgen. Die Kernkapitalquote liege nach den zehn Milliarden Euro schweren Finanzspritzen des Freistaats zur Rettung der Bank zum Halbjahr bei rund 10 Prozent.

Das sei eine komfortable Ausstattung, so Kemmer. Sie gebe der Bank einen Puffer, um in den nächsten Quartalen auch die erwartete höhere Absicherung gegen faule Kredite zu schultern.

Die Risikovorsorge sei wegen der Wirtschaftskrise im Halbjahr schon gestiegen, aber noch nicht signifikant. Vor allem im zweiten Halbjahr 2009 und im ersten Halbjahr 2010 würden die Werte wohl deutlich anziehen. Um künftig wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen, habe die BayernLB eine interne Restrukturierungseinheit gegründet, in der Aktivitäten gebündelt werden, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören - mit einem Volumen von insgesamt 95 Milliarden Euro und Risikoaktiva von 32 Milliarden.

Diese Aktivitäten sollten in den nächsten Jahren abgebaut werden, unabhängig von der Rentabilität der Bereiche. "Die Bank muss kleiner werden", erklärte der bayerische Finanzminister und BayernLB-Chefkontrolleur Georg Fahrenschon (CSU). Schließlich sei sie noch nicht über den Berg.

manager-magazin.de mit Material von reuters