Marktstimmung Hoffnung treibt Asiens Börsen

Erwartungen guter Unternehmenszahlen beflügeln die Aktienmärkte in Fernost. Die Märkte profitierten zudem von einem Anstieg des Ölpreises, der sich nahe der Marke von 70 Dollar pro Fass US-Leichtöl bewegte. Der Handel mit dem Rohstoff wird von der Hoffnung auf eine baldige Konjunkturerholung getrieben.

Hongkong - In Tokio stieg der Leitindex Nikkei  zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Am Ende gewann der 225 Werte umfassende Nikkei 1,5 Prozent auf 10.088 Punkte. Damit legte der Nikkei den neunten Handelstag in Folge zu - die längste Serie seit 1988. Der breiter gefasste Topix  schloss 0,9 Prozent im Plus bei 928 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und China notierten fester.

Zu den Gewinnern gehörte am Montag die Aktie des Elektronikriesen Hitachi , die um 3,4 Prozent stieg. Der Verluste einfahrende Konzern will Kreisen zufolge fünf Unternehmen ganz aufkaufen, an denen er bereits beteiligt ist. Die Kosten könnten sich auf umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro belaufen. Auch die Anteilsscheine des Mobilfunkbetreibers Softbank  legten 3,8 Prozent zu. Dem Wirtschaftsblatt "Nikkei" zufolge stieg der Gewinn des Unternehmens zwischen April und Juni um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Anleger hoffen in dieser Woche zudem auf positive Quartalsergebnisse von Schwergewichten wie dem Autobauer Honda  und der Großbank Mitsubishi Financial. Unter Druck gerieten dagegen die Aktien des Autobauers Mitsubishi Motors , die um 1,2 Prozent fielen. Laut "Nikkei" hat die Gruppe im zurückliegenden Quartal einen Verlust von rund 20 Milliarden Yen eingefahren. Das wäre der zweite Quartalsverlust in Folge.

Neben dem schwachen US-Markt habe sich auch das Geschäft in Russland abgekühlt, schrieb die Wirtschaftszeitung als Begründung. Zum Wochenausklang hatten auch in den USA einige Unternehmen mit ihren Zahlen die Märkte enttäuscht - unter anderem der Softwaregigant Microsoft  und der Internethändler Amazon .

Dies zog den Technologieindex Nasdaq  am Freitag ins Minus gedrückt. Dagegen schlossen die Börsenbarometer Dow Jones  und S&P auf dem höchsten Stand seit zwölf Monaten. Der Dollar bewegte sich im fernöstlichen Handel am Montag nur wenig. Ein Euro  kostete 1,4240 Dollar. Devisenhändler sagten, dass der Markt gespannt auf die Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal warte. Die Veröffentlichung der Daten ist für Freitag geplant.

Einige Analysten bauen darauf, dass die Regierung zum vorerst letzten Mal negative Zahlen vorlegen wird und ein baldiges Ende der seit nunmehr 19 Monaten andauernden Rezession in Aussicht stellt. US-Notenbankchef Ben Bernanke sagte am Sonntag, er setze auf eine Erholung der Konjunktur im nächsten Jahr. Die Arbeitslosigkeit werde aber vorerst auf hohem Niveau bleiben.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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