Krisenticker USA droht größte Bankenpleite des Jahres

In den USA droht die bislang größte Bankenpleite dieses Jahres. An der Wall Street rettet der Dow Jones zum Handelsschluss ein kleines Plus, Aktien von Microsoft und Amazon geben deutlich nach. Europas Unternehmen haben in der Krise bereits kräftig Personalkosten eingespart, dennoch planen vier von fünf Firmen weitere Entlassungen. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während die Standardwerte-Indizes vor allem von Kursgewinnen im Pharma- und Energiesektor profitierten und sogar den Sprung ins Plus schafften, gelang es den Nasdaq-Indizes nicht, sich von den Enttäuschungen bei Microsoft, Amazon und Broadcom komplett zu erholen. Die aktuellen Daten zum Konsumklima von der Uni Michigan, denen zufolge sich die Stimmung im Juli nicht ganz so stark wie ursprünglich gemeldet eingetrübt hatte, beeinflusste die Börsen kaum.

Der Dow Jones , der Index der Standardwerte, notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9093 Punkten. Auf Wochensicht gewann der Dow damit 4 Prozent. Seit seiner Rally ab dem 13. Juli, die er nur am Mittwoch unterbrochen hatte, stieg er um knapp 12 Prozent.

Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 979 Punkten, einem Zugewinn von ebenfalls 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq, der Nasdaq Composite , verlor dagegen 0,4 Prozent und schloss mit 1965 Punkten. Der Index ging damit erstmals seit zwölf Tagen mit Abschlägen aus dem Handel.

20.06 Uhr: In den USA droht die größte Bankenpleite des Jahres. Die zweitgrößte, börsennotierte texanische Bank Guaranty Financial Group teilte mit, aufgrund von Kreditausfällen und Abschreibungen sei das Institut unterkapitalisiert. Die Bank sei nicht in der Lage gewesen, genug frisches Kapital von ihren Aktionären einzusammeln. Das Geldhaus könne auch nicht mit staatlichen Hilfen rechnen. "Das Unternehmen dürfte deshalb seinen Geschäftsbetrieb nicht fortsetzen können", hieß es in einer Mitteilung von Guaranty. Guaranty hat laut Internetseite Vermögenswerte von 16 Milliarden Dollar. Die Bank betreibt 150 Filialen in den Bundesstaaten Texas und Kalifornien.

19.34 Uhr: Enttäuschende Geschäftsberichte und schwache Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Freitag unter Druck gesetzt. Der Dow Jones gab 0,2 Prozent auf 9053 Punkte nach. Der Nasdaq Composite  sank um 1 Prozent auf 1954 Punkte.

Aktien von Microsoft  stürzten mehr als 9 Prozent ab und zogen weitere Branchenwerte mit in die Tiefe. Der Umsatz des Börsenschwergewichts war im vierten Quartal um 17 Prozent eingebrochen. Erstmals in seiner Geschichte verkaufte Microsoft weniger von seinem Flaggschiff Windows. Damit dämpfte der Softwaregigant nach überraschend guten Zahlen von Intel, IBM und Apple Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Technologiebranche.

Verstärkt wurde der Abwärtstrend durch die durchwachsenen Quartalsergebnisse von Amazon . Beim weltgrößten Internet-Händler brach der Gewinn im zweiten Quartal um 10 Prozent ein und damit deutlich stärker als von Analysten vorhergesagt. Amazon-Aktien verloren 8,5 Prozent.

19 Uhr: Europas Unternehmen planen wegen der Krise gravierende Kürzungen bei ihrer Belegschaft. Einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger zufolge haben zwar 75 Prozent derwesteuropäischen Unternehmen bereits die Personalkosten heruntergefahren. Dennoch beabsichtigen vier von fünf Unternehmen in Westeuropa künftig weitere Entlassungen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die Roland Berger unter 400 Unternehmen weltweit durchführte und die der "Welt am Sonntag" vorliegt.

18 Uhr: Deutschlands Anleger haben nach neun Handelstagen mit Gewinnen erstmals wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Frankfurter Leitindex Dax  schloss 0,34 Prozent schwächer mit 5229,36 Punkten. Der MDax  gab 0,31 Prozent auf 6097,20 Zähler nach. Und der technologielastige TecDax  verlor 0,62 Prozent auf 665,56 Stellen. Zuletzt hatte vor allem die Kursentwicklung zyklischer Aktien den Index in die Höhe getrieben.

17.20 Uhr: Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden trotz Krise und möglicherweise steigender Arbeitslosigkeit bis 2012 stabil auf dem bisherigen Niveau von 19,9 Prozent gehalten werden können. Das sagte der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, den "Lübecker Nachrichten". Im ersten Halbjahr 2009 habe es mit einem Einnahmeplus von einem Prozent sogar noch eine leichte Zunahme bei den Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung gegeben.

Aufträge in Bauwirtschaft zum achten Mal in Folge rückläufig

16 Uhr: Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich im Juli kräftig eingetrübt. Der entsprechende Index der Universität Michigan fiel nach endgültigen Berechnungen vom Freitag auf 66,0 Punkte von 70,8 Zählern im Vormonat und damit auf den tiefsten Stand seit April. Volkswirte hatten mit einem noch stärkeren Rückgang auf 65,0 Punkte gerechnet. Die US-Bürger machten sich wieder verstärkt Sorgen über die Wirtschaftsentwicklung, die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes und ihr Vermögen, hieß es.

15.55 Uhr: Schwache Unternehmenszahlen haben am Freitag die US-Börsen belastet. Händler zeigten sich enttäuscht über die Ergebnisse des Softwaregiganten Microsoft , des Internet-Händlers Amazon  und des Kreditkartenunternehmens American Express . Dies weckte neue Sorgen um die US-Wirtschaft und vertrieb die Euphorie vom Donnerstag, als der Leitindex Dow Jones  die psychologisch wichtige Marke von 9000 Punkten übersprang. Der Leitindex der Standardwerte gab 0,6 Prozent auf 9017 Punkte nach. Der Nasdaq Composite  sank um 0,9 auf 1955 Punkte. In Frankfurt drehte der Dax bis 16 Uhr mit 0,4 Prozent in die Verlustzone.

15.50 Uhr: Die Spritpreise sind wieder kräftig angezogen. Am Donnerstag war Diesel im Schnitt um 7,6 Cent teurer als am Montag, für Superbenzin mussten etwa 6,1 Cent mehr bezahlt werden, wie der ADAC am Freitag mitteilte. Diesel kostete am Donnerstag im Bundesdurchschnitt 1,102 Euro, Superbenzin 1,312 Euro. Der Automobilclub kritisierte die Preispolitik der Mineralölkonzerne als "nicht akzeptabel": "Sie drehen einmal mehr ohne Not an der Preisschraube und kassieren damit die Autofahrer in der heißen Phase der Ferienzeit ab."

15.30 Uhr: An der Wall Street in New York gaben die Kurse zu Handelsbeginn nach. Der Dow-Jones-Index sank um 0,6 Prozent auf 9015 Zähler, hielt sich damit aber noch über der am Donnerstag erstmals seit Januar überschrittenen 9000er-Marke.

15.12 Uhr: Der Werkzeughersteller Black & Decker hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Im zweiten Quartal stürzte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 38 Millionen Dollar (27 Millionen Euro). Analysten hatten noch Schlimmeres befürchtet. Der Umsatz fiel auch durch ein besonders schwaches Europa-Geschäft wie erwartet um 27 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Dollar.

14.41 Uhr: Die deutschen Bauunternehmen kämpfen mit einer schwachen Auftragslage. In den ersten fünf Monaten 2009 sackte der Wert der Auftragseingänge preisbereinigt um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Zugleich ging der Gesamtumsatz im deutschen Bauhauptgewerbe in den ersten fünf Monaten um 9,3 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro zurück, berichtet das Statistische Bundesamt. Im Mai sank der Wert der Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat unter Berücksichtigung der Inflation um 4,6 Prozent. Der Hochbau verzeichnete ein Minus von 6,8 Prozent, der Tiefbau verbuchte eine um 2,6 Prozent niedrigere Nachfrage. Damit seien die Auftragseingänge zum achten Mal in Folge rückläufig, berichtete der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Jeder dritte Europäer fürchtet um seinen Job

14.27 Uhr: Der weiter von der Pleite bedrohte US-Finanzierer CIT erwägt einem Zeitungsbericht zufolge seine eigene Zerschlagung. Zur Sanierung könnte mehr als die Hälfte der Konzernteile verkauft werden, zitierte das "Wall Street Journal" am Freitag Insider. Auf dem für die US-Wirtschaft enorm wichtigen Finanzierer lastet ein milliardenschwerer Schuldenberg. CIT versorgt rund eine Million US-Unternehmen mit Krediten, ist aber auch groß im Geschäft mit dem Leasing und der Finanzierung von Flugzeugen und Güterwaggons. Trotz einer eben erst gesicherten Milliardenspritze warnte CIT am Freitag erneut vor einer Insolvenz.

14.20 Uhr: Der weltgrößte Ölfeldausrüster Schlumberger rechnet nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal nicht mehr mit einer Erholung des Geschäfts im laufenden Jahr. "Wegen des schwankenden Ölpreises werden unsere Kunden wahrscheinlich keine größeren Ausgaben beschließen", sagte Vorstandschef Andrew Gould. Im zweiten Quartal war der Gewinn von 1,42 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf jetzt 613 Millionen Dollar gefallen. Der Umsatz war um 18 Prozent auf 5,53 Milliarden Dollar geschrumpft.

13.40 Uhr: Jeder dritte Europäer fürchtet wegen der Wirtschaftskrise um seinen Job. 32 Prozent der Bürger erklärten in einer von der EU-Kommission veröffentlichten Umfrage, sie machten sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Zudem befürchten 61 Prozent der Befragten, dass in der Wirtschaftskrise das Schlimmste noch bevorstehe. Für die Erhebung wurden 29.768 Menschen in den 27 EU-Staaten sowie in der Türkei, Kroatien und Mazedonien befragt.

12.49 Uhr: Der Sportartikelhersteller Adidas  und der europäische Fußballverband UEFA haben sich auf eine Verlängerung und Erweiterung ihrer Partnerschaft im europäischen Vereinsfußball geeinigt. Der Vertrag habe nun eine Laufzeit bis 2012, sagte eine Adidas-Sprecherin am Freitag zu Dow Jones Newswires. Zum Auftragsvolumen wollte sie keine Angaben machen.

12.49 Uhr: Am deutschen Anleihenmarkt sind die Kurse der Festverzinslichen nach überraschend guten Konjunkturdaten erneut gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future rutschte nach der Veröffentlichung eines unerwartet starken Ifo-Index zeitweise auf ein Tagestief bei 120,15 Punkten.

12.30 Uhr: Nach dem ersten Treffen der Gläubiger der insolventen Wadan-Werften in Wismar gibt es nach Darstellung der IG Metall neue Hoffnung für den existenzbedrohten Schiffbauer. "Die Signale sind positiv, es gibt sogar mehrere Interessenten", sagte der Rostocker Bevollmächtigte der Gewerkschaft, Rüdiger Klein. Konkrete Zusagen für einen Einstieg bei Wadan lägen indes noch nicht vor.

11.20 Uhr: Die britische Wirtschaft hat im Frühjahr den heftigsten Konjunktureinbruch seit Mitte der 50er Jahre erlitten. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Wirtschaftsleistung um 5,6 Prozent zurück, wie das Nationale Statistikamt in London nach vorläufigen Berechnungen mitteilte.

11.13 Uhr: Der Gewinn des weltgrößten Diamantenhändlers De Beers ist im ersten Halbjahr auf gerade noch drei Millionen Dollar eingebrochen. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres habe der Reingewinn noch bei 316 Millionen Dollar gelegen, teilte der Edelstein-Produzent mit.

Lufthansa will Flugangebot stabil halten

11.13 Uhr: Die Lufthansa  will ihr Flugangebot im Passagiergeschäft im kommenden Jahr angesichts der Branchenkrise stabil halten. "Für das Jahr 2010 haben wir für unseren Flugplan ein Nullwachstum bei den angebotenen Sitzkilometern beschlossen", sagte Passagevorstand Roland Busch der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat".

Weil die Lufthansa neue Großraumflieger in Betrieb nehme, müssten zugleich etwa 20 Maschinen aus dem Programm genommen werden. Dies sei zusätzlich zu den 23 Flugzeugen zu sehen, die schon bis Ende 2009 außer Betrieb genommen werden sollen, erläuterte eine Lufthansa-Sprecherin.

10.45 Uhr: Die schwächere Nachfrage nach Luxuswäsche hat der Vorarlberger Wolford AG im Geschäftsjahr 2008/09 einen Verlust eingebracht. Der Umsatz sank um 10 Prozent auf 147,3 Millionen Euro, weil vor allem in den USA und in Deutschland die Kundinnen ausblieben. Wolford stellt hochpreisige Strümpfe und Dessous her, die im Zuge der Wirtschaftskrise spürbar weniger nachgefragt werden.

10.42 Uhr: Die Börsen in China haben zum Wochenausklang neue Jahres-Höchststände verzeichnet. In Hongkong schloss der Hang Seng  mit einer Steigerung von 0,8 Prozent auf 19.982 Punkten so hoch wie seit der Lehman-Pleite im September 2008 nicht mehr. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland legte um 1,4 Prozent auf 11.984 Punkte zu. Gute Quartalszahlen großer Unternehmen und die Zusicherung der chinesischen Regierung für eine liberale Zinspolitik beflügelte die Kurse. Die Börse in Shanghai schloss 1,3 Prozent fester bei 3372 Punkten und notierte damit auf dem höchsten Wert seit 13 Monaten.

10.09 Uhr: In der Euro-Zone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Juli den fünften Monat in Folge aufgehellt. Der Gesamtindex sei von 44,6 Punkten auf 46,8 Punkte geklettert, teilte das Forschungsunternehmen Markit mit. Dies ist der höchste Wert seit zehn Monaten. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 45,5 Punkte erwartet.

10.09 Uhr: Nach Vorlage der Ifo-Zahlen steigt der Dax (Kurswerte anzeigen) auf 5263 Zähler.

Ifo-Index steigt

10.01 Uhr: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli erneut verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex erhöhte sich von 85,9 Punkten im Juni auf 87,3 Punkte, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Experten hatten lediglich einen Anstieg auf 86,5 Punkte erwartet. Damit stieg der Index das vierte Mal in Folge.

9.30 Uhr: Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat im Mai weniger Auftragseingänge erhalten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken die Auftragseingänge bei Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 4,6 Prozent. Die Baunachfrage habe im Hochbau um 6,8 Prozent und im Tiefbau um 2,6 Prozent abgenommen.

9.25 Uhr: Für die deutsche Wirtschaft ist nach mehr als einem Jahr Rezession ein Ende der Talfahrt in Sicht. Sowohl die Industrie als auch die Dienstleister näherten sich im Juli der Wachstumsschwelle, wie eine Umfrage der Marktforscher von Markit unter Hunderten Unternehmen ergab. "Besonders die Industrie profitiert von der wieder anziehenden Weltwirtschaft und baut ihre in der Krise geleerten Lager wieder auf", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Allerdings werde dies der Wirtschaft möglicherweise nur vorübergehend Auftrieb geben.

9.16 Uhr: Der Preis für Rohöl des Kartells erdölexportierender Länder (Opec) ist kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 66,46 US-Dollar. Das sind 1,78 Dollar mehr als am Mittwoch.

9.05 Uhr: Der deutsche Aktienindex eröffnet im Minus. Zu Handelsbeginn verliert der Dax  13,43 Punkte auf 5234 Zähler.

HHLA gibt Lübeck auf

8.55 Uhr: Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)  gibt wegen des starken Einbruchs im Containerverkehr den Terminal Lübeck (CTL) auf. Der Bahnverkehr mit Containern zwischen Hamburg und dem CTL werde eingestellt, teilte die HHLA am Freitag mit. Das HHLA- Tochterunternehmen, das sowohl den Bahnverkehr zwischen den Hansestädten als auch den Container-Terminal in Lübeck betreibt, soll demnach im dritten Quartal 2009 an den bisherigen Geschäftsführer Thomas Dreyer verkauft werden.

8.55 Uhr: Das Verbrauchervertrauen in Frankreich ist im Juli unerwartet gesunken. Wie die Statistikbehörde Insee am Freitag mitteilte, sank der von ihr berechnete Index auf minus 39 von minus 37 im Juni. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf minus 36 prognostiziert.

8.53 Uhr: Der chinesische Autobauer BAIC hat das Scheitern der Verhandlungen um einen Einstieg bei Opel eingestanden. Mit der Opel-Mutter General Motors  sei trotz intensiver Gespräche keine Einigung in den Patentfragen erreicht worden, teilte der Konzern am Freitag in Peking mit. BAIC hatte sich neben dem kanadischen Autozulieferer Magna  und dem belgischen Finanzinvestor RHJ um einen Einstieg beim Rüsselsheimer Traditionskonzern bemüht.

8.52 Uhr: Der Nahrungsmittelkonzern Danone hat den Nettogewinn im ersten Halbjahr erwartungsgemäß gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Demnach soll die operative Marge im laufenden Jahr gesteigert werden und der Gewinn vor Sonderposten und Währungseffekten je Aktie um 10 Prozent zulegen, wie die Danone mitteilte.

Der Nikkei steigt den achten Tag in Folge

8.35 Uhr: Die Wirtschaftskrise hat nach Darstellung des Statistischen Bundesamts zu einem Einbruch bei der Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland geführt. Sie sank von Januar bis Mai dieses Jahres um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie die Statistiker mitteilten. Die Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten sowie Campingplätze verbuchten nur noch 18,6 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste nach 19,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.

8.29 Uhr: Die Auftragseingänge im Baugewerbe in Deutschland sind im Mai erneut zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mitteilte, verzeichnete das Bauhauptgewerbe preisbereinigt einen Rückschlag um 4,6 Prozent im Vergleich um Mai 2008.

8.22 Uhr: Der japanische Nikkei  ist am Freitag den achten Tag in Folge gestiegen. Der Leitindex der Börse in Tokio gewann 1,55 Prozent auf 9945 Zähler. Der breiter angelegte Topix  legte um 1,3 Prozent auf 920 Punkte zu. Die Quartalsberichte von Panasonic  und Fujitsu  hatten die Börsianer in Kauflaune gebracht. Zudem schürte die positive Stimmung an der Wall Street die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung.

8.03 Uhr: Der Kurs des Euro ist am Freitag nach einem starken Anstieg am Vortag wieder unter die Marke von 1,42 US-Dollar gefallen. Am Donnerstagabend sprang die Gemeinschaftswährung zeitweise bis knapp unter 1,43 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

8 Uhr: Der Einbruch des Nutzfahrzeugmarktes in Europa hat sich im Juni etwas verlangsamt. Mit 152.832 Stück sei die Zahl der Neuzulassungen um 34,8 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA am Freitag in Brüssel mit. Im Mai waren allerdings nur 138.830 Fahrzeuge verkauft worden, das Minus hatte noch bei 39 Prozent gelegen.

Amex bricht der Gewinn weg

7.16 Uhr: Der US-Ölpreis ist am Freitag nach einem Sprung auf ein Drei-Wochen-Hoch am Vortag wieder leicht gefallen und unter 67 US-Dollar gerutscht. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) 66,73 Dollar. Das sind 43 Cent weniger als am Vortag.

7.12 Uhr: Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck  hat im zweiten Quartal einen unerwartet kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Der operative Gewinn sank binnen Jahresfrist um 42 Prozent auf 184,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit lag das Ergebnis klar unter dem Niveau des ersten Quartals von 198 Millionen. Die Gesamterlöse lagen nahezu unverändert bei 1,9 Milliarden Euro.

6.32 Uhr: Die US-Bank American Express  hat im zweiten Quartal angesichts der Wirtschaftskrise einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Obwohl der Kreditkarten-Konzern am späten Donnerstagabend auch Anzeichen für eine weniger düstere Entwicklung im Kreditkartengeschäft vermeldete, rutschte die Aktie im nachbörslichen US-Handel um 5 Prozent ab.

6.16 Uhr: Deutliche Worte von Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier in Sachen Opel: Er stellte klar, dass die zugesagten Staatsbürgschaften für den Erhalt des Autobauers nicht an jeden möglichen Investor bereitgestellt werden. Staatsbürgschaften sollten nur an einen Investor gehen, der den dauerhaften Fortbestand von Opel als eigenständiges Unternehmen garantiere, sagte Steinmeier der "Bild"-Zeitung.

3.51 Uhr: Der südkoreanische Elektronikriese Samsung Electronics  hat sein Ergebnis trotz Wirtschaftskrise im zweiten Quartal gesteigert. Der Nettogewinn sei im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf umgerechnet 1,3 Milliarden Euro geklettert, teilte der weltgrößte Specherchiphersteller am Freitag mit.

2.46 Uhr: Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturerholung in den USA haben die Tokioter Börse am Freitag beflügelt. Der 225 Werte umfassende Nikkei  stieg im Verlauf um 1,2 Prozent auf 9912 Punkte. Der breiter gefasste Topix  erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 920 Zähler.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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