Dienstag, 28. Januar 2020

Krisenticker Knapp eine Milliarde für Kurzarbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hat bis Mitte Juni rund 955 Millionen Euro für Kurzarbeitergeld gezahlt. Die schlechte Wirtschaftslage bringt die Bundesbürger zunehmend auf Sparkurs. Die Citibank bietet 1500 Lehman-Opfern in der Bundesrepublik eine Entschädigung an. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.03 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat mit kräftigen Gewinnen auf einem Acht-Monats-Hoch geschlossen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigender Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 9068 Punkten und knackte damit erstmals seit Januar die psychologisch wichtige Hürde von 9000 Stellen.

Kurzarbeit: Die Arbeitsagentur hat dafür knapp eine Milliarde Euro ausgegeben
21.15 Uhr: Die Perspektiven der US-Wirtschaft haben sich nach Einschätzung eines US-Notenbankers verbessert. "Wir stehen wahrscheinlich am Beginn einer schwachen Erholung", sagte der Chef der Federal Reserve von Dallas, Richard Fisher. Zugleich zeigte er sich aber besorgt über die noch immer ansteigende Arbeitslosigkeit in den USA. Auch der private Konsum werde "nur langsam aus der Hölle kriechen". Daher gebe es noch Fragen über die Durchschlagskraft der Erholung, sagte Fisher weiter.

20.15 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Donnerstag im späten Parketthandel einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Der L-Dax schloss bei 5240,83 Zählern, nachdem der Leitindex Dax im elektronischen Geschäft um 2,45 Prozent auf 5247,28 Zähler gestiegen war.

18.55 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit hat bis Mitte Juni rund 955 Millionen Euro für Kurzarbeitergeld gezahlt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Bislang hätten 1,12 Millionen Arbeitnehmer in rund 36.200 Unternehmen die Leistung in Anspruch genommen.

18.45 Uhr: Der Umsatz des führenden europäischen Luftfahrtkonzerns Air France-KLM Börsen-Chart zeigen ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 um 20,5 Prozent auf 5,19 Milliarden Euro zurückgegangen. Besonders betroffen sei der Frachtverkehr, bei dem der Umsatz um 41,5 Prozent eingebrochen sei, teilte das Unternehmen in Paris mit. Air France-KLM macht die Wirtschaftskrise für die schlechten Zahlen verantwortlich.

18.30 Uhr: Die Bundesbürger beginnen in der Krise ihr Geld zusammenzuhalten. So gaben in einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Infratest an, bei den Ausgaben für Energie zu sparen. 49 Prozent haben außerdem die "unnötigen Einkäufe" reduziert und 34 Prozent sind mehr zu Hause, um Geld zu sparen. Auch in anderen Staaten hätten die Menschen ähnliche Angaben gemacht, gibt Infratest an.

17.48 Uhr: Unternehmen sichern ihre Geschäfte im Ausland zunehmend mit staatlichen Hermes-Bürgschaften gegen Zahlungsausfälle ab. Im ersten Halbjahr 2009 übernahm die Bundesregierung Exportgarantien in Höhe von 10,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 4,1 Prozent, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Als Grund für die steigende Nachfrage nannte das Ministerium die Finanzkrise.

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