Federal Reserve Bernanke will weiter Geld drucken

Die Aussichten für die schwer angeschlagene US-Wirtschaft haben sich nach Worten von US-Notenbankchef Ben Bernanke zuletzt leicht verbessert. Gleichwohl gab Bernanke deutliche Hinweise darauf, dass die Federal Reserve ihre stark expansive Geldpolitik noch eine ganze Weile fortführen wird.

Washington - "Der Offenmarktausschuss ist der Ansicht, dass eine expansive Ausrichtung der Geldpolitik für eine längere Zeit angebracht ist", sagte der Fed-Chef am Dienstag vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses in Washington.

Auf der anderen Seite sei es wichtig, Öffentlichkeit und Märkten glaubhaft zu versichern, dass die außergewöhnlichen Maßnahmen der Fed auch wieder zurückgefahren werden könnten. Hierdurch könne das Risiko einer künftig hohen Inflation verhindert werden. Ein wichtiges Abwärtsrisiko für die Konjunktur sieht Bernanke in der Arbeitsmarktentwicklung. Vermutlich werde die Arbeitslosigkeit bis 2011 hoch bleiben, was die Verbraucherstimmung und damit die Konsumausgaben belasten dürfte.

Die deutschen Anleihen haben nach Bernankes Rede einen Richtungswechsel vollzogen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future machte seine Kursverluste wett und drehte am Nachmittag in die Gewinnzone. Im Nachmittagshandel stand der Future bei 120,99 Zählern. Das sind 0,04 Prozent mehr als am Vortag. Vor den Bernanke-Aussagen stand der Future noch bei 120,80 Punkten.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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