Finanzspritze CIT bestätigt vorläufige Rettung

Der angeschlagene US-Mittelstandsfinanzierer CIT hat sich in letzter Minute eine milliardenschwere Finanzspritze gesichert und damit eine Insolvenz vorerst abgewendet. Das 101 Jahre alte Kreditinstitut teilte am Montagabend mit, von wichtigen Gläubigern drei Milliarden Dollar zu erhalten.

New York - Zwei Milliarden Dollar würden unmittelbar bereitgestellt, der Rest innerhalb von zehn Tagen, teilte die CIT Group in New York mit. Damit sei für zweieinhalb Jahre Spielraum geschaffen, um die Geschäfte zu restrukturieren. Mit einer umfassenden Sanierung werde begonnen.

Ob der Notkredit ein dauerhaftes Überleben sichert, ist Experten zufolge unklar. Ein Bankrott von CIT wäre die größte Bankenpleite seit dem Zusammenbruch der Traditionsbank Lehman Brothers im September gewesen.

Die Anteilsscheine von CIT waren am vergangenen Donnerstag auf 40 Cent gefallen. Am Montag erholten sie sich auf eine Notierung von 1,25 Dollar.

Im Dezember hatte die Bank 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) Staatshilfe aus dem US-Bankenrettungsfonds erhalten. Die Verschlechterung der Lage an den Kreditmärkten zwang das Unternehmen nun jedoch erneut in die Knie. Mit seinem Gesuch nach neuen Staatshilfen blitzte es bei der Regierung aber ab.

CIT versorgt rund eine Million US-Unternehmen mit Krediten. Das Unternehmen hat Milliardenschulden und braucht dringend noch weiteres neues Geld, um seinen Firmenkunden die vereinbarten Kredite gewähren zu können.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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