Autoaktien VW und Porsche stürzen ab

Spekulationen um ein Scheitern der Übernahme von Porsche durch Volkswagen haben die Papiere der beiden Autobauer am Montag auf Talfahrt geschickt. Einem Medienbericht zufolge könnten drohende Steuerforderungen in Milliardenhöhe das Vorhaben vereiteln.

Frankfurt am Main - "Damit wird das komplette Geschäft infrage gestellt", sagte ein Börsianer. Porsche  war zunächst nicht zu erreichen, VW lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

VW-Stammaktien  waren um 16.30 Uhr mit einem Abschlag von 15 Prozent auf 220,16 Euro Schlusslicht im Dax . Das Minus war der größte Tagesverlust der Volkswagen-Aktien seit Ende November 2008. Porsche-Aktien  verloren zeitgleich knapp 7 Prozent auf 48 Euro.

Die Vorzüge des Wolfsburger Konzerns verloren somit bis zum Nachmittag mehr als 6 Prozent ihres bisherigen Wertes und kosten nun etwa 52 Euro.

Aber selbst für den Fall, dass Volkswagen wie geplant das Sportwagen-Geschäft von Porsche übernimmt, rechnen Analysten nicht mit einer kräftigen Kurserholung bei den Porsche-Aktien.

Schließlich sei nicht auszuschließen, dass sich die Verschuldung von Porsche im Zusammenhang mit den Volkswagen -Optionsgeschäft weiter erhöht habe, schrieb WestLB-Analyst Adam Hull in einer Studie. Er stufte Porsche auf "Add" von "Buy" herunter und kürzte sein Kursziel auf 60 von 140 Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters