Zweites Quartal Conti schreibt wieder Gewinn

Der Autozulieferer Continental hat dank seines rigiden Sparkurses im zweiten Quartal einen kleinen Betriebsgewinn erzielt. Auch der Umsatzschwund scheint eingedämmt. Ende Juli nun will der Konzern sein Konzept zur Zusammenarbeit mit Schaeffler vorstellen.

Hannover - Im zweiten Quartal hat sich die Lage beim Autozulieferer Continental  entspannt. Operativ gelang dem Unternehmen nach einem tiefroten Jahresauftakt die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Nach einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von minus 165,0 Millionen Euro in den ersten drei Monaten erwirtschaftete der Konzern im zweiten Quartal nun plus 38,8 Millionen Euro, wie Continental am Montag nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Vor einem Jahr hatte Conti noch 455,7 Millionen Euro operativ verdient.

Verglichen zum Jahresauftakt fiel auch der Umsatzschwund weniger dramatisch aus, betrug aber im Vergleich zum Vorjahr immer noch rund 28 Prozent auf 4,76 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte der Rückgang noch bei 35 Prozent gelegen.

Die komplette Zwischenbilanz will der Konzern am 30. Juli vorlegen. Dann will Conti-Chef Thomas Neumann auch sein Konzept zur künftigen Zusammenarbeit mit dem Großaktionär Schaeffler präsentieren. Auf beiden Unternehmen lasten jeweils Schulden von über zehn Milliarden Euro.

Der hoch verschuldete Autozulieferer hielt nach eigenen Angaben die mit den Banken für das zweite Quartal vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) ein. Conti habe trotz des schwierigen Marktumfelds und der Lähmung durch die unklare Zukunft seine operative Ziele erreicht, erklärte Neumann weiter. Trotz einer leichten Markterholung gebe es aber noch keinen Grund zur Entwarnung. Seit Beginn der Absatzkrise der Automobilbranche im September 2008 baute Conti den Angaben zufolge weltweit rund 16.000 Arbeitsplätze ab.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx