Urteil Haspa muss Lehman-Opfer entschädigen

Vor dem Hamburger Landgericht hat sich eine weitere Besitzerin wertloser Zertifikate der Pleitebank Lehman gegen ihre Bank durchgesetzt. Die Hamburger Sparkasse muss der Anlegerin Schadensersatz zahlen und die verkauften Lehman-Zertifikate zurücknehmen.

Hamburg - Das Hamburger Landgericht sprach der 61-jährigen Anlegerin Schadensersatz für ein von ihr erworbenes Zertifikat der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers zu. Wie das Gericht mitteilte, handelte es sich um eine Investition von rund 10.000 Euro.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hatte nach Auffassung der Richter ihre Beratungspflichten verletzt: Sie habe die Anlegerin nicht über eine Handelsspanne informiert, die beim Verkauf der Papiere an die Bank geflossen sei. "Damit war es der Kundin nicht möglich zu beurteilen, ob die Bank sie allein kundenorientiert oder auch mit Blick auf das eigene Umsatzinteresse beraten würde", hieß es in einer Erklärung des Landgerichtes.

Bereits vor einer Woche hatte das Gericht die Haspa in einem anderen Fall wegen fehlerhafter Lehman-Anlageberatung verurteilt.

Einem pensionierten Lehrer wurde Schadenersatz für seine Investition von 10.000 Euro in Zertifikate der zusammengebrochenen US-Bank zugesprochen. Die Haspa hatte damals kündigte Berufung beim Oberlandesgericht angekündigt.

manager-magazin.de mit Material von ap

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