Börse Asien Tokio kämpft um die magische Grenze

Investoren machen in Asien Kasse: Der Aktienmarkt der führenden Asien-Börse in Tokio ist deutlich in die roten Zahlen geraten und rutscht wieder an die 10.000-Punkte-Marke heran. Vor allem die Anteilsscheine japanischer Technikunternehmen erlitten Verluste. Noch schwerer traf es zu Wochenbeginn die kleineren asiatischen Börsen.

Tokio - Die Anleger an den asiatischen Börsen haben zum Wochenauftakt überwiegend Verluste hinnehmen müssen. Marktbeobachtern zufolge legten die Investoren am Montag eine Verschnaufpause ein, nachdem die Börsen der Region seit Anfang März einen kräftigen Aufschwung erlebte: Der entsprechende MSCI-Aktienindex für den Asien-Pazifik-Raum (ohne Japan) gab 1,8 Prozent nach. Das Barometer hatte seit März rund 62 Prozent zugelegt.

Obwohl eine optimistische Grundstimmung weiter anhielt, rückten Konjunktursorgen wieder stärker in den Vordergrund. In Tokio trennten sich die Anleger vor allem von Chipwerten. Die Börse in Taiwan musste besonders herbe Verluste hinnehmen. Auch hier standen Technologieaktien stark unter Druck, aber nach deutlichen Gewinnen der vergangenen Monate trennten sich die Investoren von Werten vieler Branchen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index  schloss in Tokio 0,95 Prozent im Minus bei 10.039 Zählern. Die Börse in Taiwan büßte sogar 3,5 Prozent ein. Auch die Aktienmärkte in Korea, Hongkong, Singapur und Australien gaben nach. Der Aktienmarkt in Shanghai legte dagegen knapp 0,4 Prozent zu. Nachdem der Nikkei-Index am Freitag das erste Mal seit acht Monaten wieder über der 10.000-Punkte Marke geschlossen hatte, kam es am Montag auch zu Gewinnmitnahmen. "Das allgemeine Gefühl, dass die US-Rezession nachlässt, hat uns soweit gebracht", sagte Noritsugu Hirakawa von Okasan Securities.

Das Erreichen der Schwelle von 10.000 Punkten löse nun Gewinnmitnahmen aus. Nach einem enttäuschenden Ausblick des US-Konzerns National Semiconductor gerieten in Tokio vor allem Chipaktien wie die Papiere von Advantest unter Druck, die 4,6 Prozent nachgaben. Kyocera-Aktien verloren 2,8 Prozent, TDK-Titel notierten 2,2 Prozent niedriger.

Im Minus tendierten auch Aktien von Mitsui, auf denen der Rückgang bei den Rohstoffpreisen lastete. Mitsui-Titel gaben 3,6 Prozent nach. Mitsubishi-Anteilsscheine  büßten 1,9 und Itochu-Aktien 1,2 Prozent ein. Begrenzt wurden die Kursverluste in Tokio durch den Immobiliensektor, der von einer Heraufstufung profitierte. Die Papiere von Sumitomo Realty & Development wurde dafür an der Börse mit einem Plus von 6,8 Prozent belohnt.

Im Blick stand auch der Schweizer Zementkonzern Holcim , der sein Geschäft in Australien und China ausbaut.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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