Mittwoch, 29. Januar 2020

Squeeze out Ersol verschwindet von der Börse

Mit der geplanten vollständigen Übernahme durch den Bosch-Konzern verschwindet der Solarzellen-Hersteller Ersol von der Börse. Bei einer vollständigen Übertragung der Aktien geschehe dies automatisch, teilte Bosch mit.

Bald nicht mehr an der Börse: Bosch wird Ersol zu 100 Prozent übernehmen und der Solarzellenhersteller dann vom Kurszettel verschwinden
Erfurt/Stuttgart - Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch will die Minderheitsaktionäre des Thüringer Unternehmens Ersol Börsen-Chart zeigen mit einer Barabfindung von 102,77 Euro pro Anteilsschein herausdrängen. Bosch hält bereits 97 Prozent der Anteile und nutzt mit der Abfindung eine Regelung im Aktiengesetz.

Der Abfindung muss noch die Ersol-Hauptversammlung am 23. Juli zustimmen. Bosch hatte Ersol im vergangenen Sommer mehrheitlich übernommen. Das Erfurter Unternehmen mit 1300 Beschäftigten baut trotz des Geschäftseinbruchs in diesem Jahr seine Produktionskapazitäten aus.

Der Umsatz sank im ersten Quartal um rund 38 Prozent auf 32,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern brach um fast 42 Prozent auf 3,2 Millionen Euro ein. Der Vorstand hatte auch die Erwartungen für 2010 gedämpft. Wegen der Krise und der abgeschwächten Dynamik der Solarbranche seien der ursprünglich angepeilte Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro und das Betriebsergebnis von mehr als 150 Millionen Euro nicht erreichbar, hatte er im Mai mitgeteilt.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung