US-Zinsen Weitere Anhebungen befürchtet

Die Arbeitslosenrate in den USA ist im Januar auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gefallen. Die Börse rechnet deshalb mit weiter steigenden Zinsen. Vorerst aber steigen die Kurse.

Washington/New York - Die Arbeitslosenrate sank von 4,1 Prozent auf 3,9 Prozent und damit auf den Stand vom Januar 1970. 387.000 neue Jobs entstanden, vor allem im Dienstleistungsbereich und im Baugewerbe. Auch in der Produktion, in der im vergangenen Jahr noch viele Stellen abgebaut wurden, stieg die Beschäftigtenzahl um 13.000. Die US-Konjunktur weist seit 107 Monaten ein ununterbrochenes Wachstum auf.

Die Zahlen dürften erneut Zinsängste an der Börse schüren. Zwar erhöht die Zahl der US-Bürger mit regelmässigen Arbeitseinkommen über die Kaufkraft auch die allgemeine Nachfrage. Allerdings wird die US-Notenbank das auch verstärkt als Inflationssignal wahrnehmen.

Der Dienstleistungsbereich erwies sich erneut als Jobmaschine, dort entstanden 256.000 neue Stellen. In der Bauwirtschaft kamen 116.000 Arbeitsplätze hinzu, der stärkste Anstieg seit Februar 1984. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Januar um 0,4 Prozent auf 13,50 Dollar. Im Dezember war es noch ein Plus von 0,3 Prozent. Die Ziffer gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung der Inflation.