Einigung Milliardengarantien für WestLB

Die Eigentümer der angeschlagenen WestLB haben sich auf neue Garantien in Höhe von vier Milliarden Euro geeinigt. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassenverbände werden die Summe gemäß ihrer Anteile an der Bank aufbringen.

Düsseldorf - Die Eigentümer der WestLB erhöhen ihre Garantien für die angeschlagene Landesbank um vier Milliarden Euro. Das teilte die WestLB am Sonntag in Düsseldorf mit.

Bislang haben Sparkassen, Land und Kommunen bereits mit fünf Milliarden Euro für ausgelagerte Papiere der Bank garantiert. Die zusätzlichen vier Milliarden Euro werden auf die Eigentümer in der Höhe ihrer Anteile aufgeteilt. Die Sparkassen, mit 50,4 Prozent größter Aktionär der Bank, übernehmen davon die Hälfte.

Zuvor hatte es Streit zwischen den Anteilseignern der drittgrößten Landesbank gegeben, weil die Sparkassen sich gegen neue Garantien gesperrt hatten. WestLB-Chef Heinz Hilgert war deshalb Mitte Mai zurückgetreten. Die Bank will im Rahmen ihrer Umstrukturierung Geschäftsfelder in Milliardenhöhe ausgliedern. Dafür sind zusätzliche Garantien und Bürgschaften notwendig.

Seit 2007 steckt die WestLB durch Fehlspekulationen und die Auswirkungen der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Eigentümer der WestLB sind mehrheitlich die beiden Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit je 25,2 Prozent. Das Land Nordrhein-Westfalen hält etwa 38 Prozent - davon 17,5 Prozent direkt und 20,2 Prozent indirekt über die NRW.Bank.

Bereits im Frühjahr 2008 hatten die Eigentümer einen Schutzschirm in Höhe von fünf Milliarden Euro über die Bank gespannt, um faule Kredite zu entschärfen. Zugleich wurden Wertpapiere im Volumen von rund 23 Milliarden Euro in eine Zweckgesellschaft ausgelagert.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ddp

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