Börse heute Weiter auf Rekordkurs

Der Dax hat am Freitag seine Rekordfahrt fortgesetzt. Bereits nach drei Minuten übersprang der Index zwischenzeitlich die Marke von 7400 Punkten, fiel dann aber auf Vortagesniveau zurück.

Frankfurt am Main/New York/Tokio - Die T-Aktie schreibt im frühen Handel ihre bereits stolzen Vortagesgewinne mit plus 1,85 auf 85,55 Euro weiter fort. Zur Begründung verweisen Händler auf den Zugzwang in Sachen Akquisitionen, in dem die T-Aktie nach der Einigung zwischen Vodafone und Mannesmann stecke. Den Anstieg bei Siemens von 2,98 auf 155,25 Euro erklären Marktteilnehmer mit der ebenfalls guten Performance der Konkurrenten, sowie dem bevorstehenden Börsengang der Halbleitertochter Infineon.

Bei Mannesmann macht sich die Übernahme durch Vodafone wie erwartet in volatilen Kursausschlägen bemerkbar. Nachdem der Titel zum Handelsauftakt deutlicher zulegte, warfen ihn Gewinnmitnahmen wieder zurück. Skeptisch stimmt Händler unverändert der Tatbestand, dass trotz der Dax-Rekorde viele Titel im Tagesgeschäft Abschläge aufweisen. Unter den 30 Dax-Werten müssen im frühen Handel 17 Titel Minuszeichen verkraften.

Der Rentenmarkt zeigte sich freundlich. Der Bund-Future stieg zum Auftakt um 15 Stellen auf 104,39 Prozent.

Tokio: Nikkei verlor leicht

Auch in Tokio kam es zu Schwächeanzeichen. Durch die verhaltenen Vorgaben der US-Börsen verringerte sich der Nikkei-225-Index um 0,1 Prozent auf 19.763 Punkte. Man zeigte sich vor allem wegen der Entwicklung an den Rentenmärkten beunruhigt.

New York: Nasdaq gewann kräftig, Dow stabil

Die Wall Street schloss am gestrigen Donnerstag mit Zugewinnen. Der Dow Jones-Index erhöhte sich jedoch nur um 0,1 Prozent auf 11.013 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Index verbesserte sich dagegen um weitere 3,4 Prozent auf 4210 Punkte. Mit der Underperformance bei den Blue Chips zeigten die Marktteilnehmer an, dass die Luft in diesen Kursregionen immer dünner wird. Beunruhigende Meldungen kamen vom Rentenmarkt. Zwar erniedrigte sich die Rendite der 30jährigen T-Bonds von kürzlich 6,7 auf zuletzt 6,14 Prozent, aber Rentenhändler meinten, dass momentan ein Switch aus dem 30jährigen in den 10jährigen Bereich vonstatten gehe. Die 10jährigen Staatsanleihen würden immerhin noch mit 6,45 Prozent rentieren. Dieser Umstellung erfolgt mit der Ankündigung der Regierung, im Jahr 2000 anstatt den geplanten fünf nun 35 Milliarden Dollar über den Kapitalmarkt zu beziehen. Hedge-Fonds meldeten bereits Schieflagen durch Probleme bei der Eindeckung von Short-Positionen.

Devisen: Euro nach Zinsentscheidt leicht erholt

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro wieder etwas erholen und bewegte sich auf die Paritätsgrenze zu. Die junge Währung kostete zuletzt 0,9902 Dollar. Gegenüber dem japanischen Yen ging der Greenback zuletzt nur noch mit 107,395 Yen um.