VW-Gesetz Porsche und Niedersachsen verschieben Satzungsstreit

Im Streit um das VW-Gesetz drängen die VW-Großaktionäre Niedersachsen und Porsche nicht mehr auf ein rasches Gerichtsurteil. Die Verhandlung wird auf Ende Oktober verschoben - sollten die Eigner bis dahin eine Lösung zur Schaffung eines Gesamtkonzerns finden, wäre eine Gerichtsentscheidung in der Satzungsfrage überflüssig.

Celle - Auf Antrag der Parteien sei die Berufungsverhandlung über die VW-Satzung um vier Monate auf den 28. Oktober verschoben worden, teilte das Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle am Mittwoch mit.

Bei der erstinstanzlichen Entscheidung vor dem Landgericht Hannover war Porsche  mit der Forderung abgeblitzt, die in der Satzung von Europas größtem Autobauer festgeschriebene 20-prozentige Sperrminorität des Landes Niedersachsen zu kippen.

Sollten die Eigner von Volkswagen  und Porsche in den kommenden Wochen eine Lösung zur Schaffung eines Gesamtkonzerns finden, wäre eine Gerichtsentscheidung in der Satzungs-Frage überflüssig.

Die Sperrminorität hat sich für Porsche als Stolperstein bei der geplanten Übernahme und Beherrschung von VW erwiesen.

Daher verhandeln Porsche und VW mittlerweile über eine Fusion, die zur Integration von Porsche als zehnte Marke in den VW-Konzern führen könnte.

Porsche hält 51 Prozent der Stimmrechte an VW. Niedersachsen ist mit rund 20 Prozent der Stimmrechte zweitgrößter Aktionär und verfügt mittels des VW-Satzung und -Gesetz über ein Vetorecht.

manager-magazin.de mit Material von reuters