Dow Jones GM und Citi fliegen aus dem Index

Gut 84 Jahre stand General Motors auf der Liste der 30 bedeutendsten Unternehmen der USA: dem Dow-Jones-Börsenindex. Mit dem Schritt in die Insolvenz geht auch diese Ära zu Ende. Zeitgleich verliert die Citigroup dieses Privileg, ganz ohne Insolvenzantrag.

New York - Der 1. Juni 2009 geht in die Historie der amerikanischen Industrie-Ikone General Motors als bitterer Tag ein: Der taumelnde Autoriese musste nach 101 Jahren Firmengeschichte Insolvenz anmelden und flog anschließend auch noch nach 84 Jahren aus dem bekanntesten Börsenindex der Welt, dem Dow Jones .

Seit 1925 war GM durchgängig Teil der 30 wichtigsten Unternehmenswerte der USA gewesen. Außer GM musste aber auch die einst weltgrößte Bank, die Citigroup , ihren Platz räumen. Neu aufgenommen wurden Travelers und Cisco Systems .

Wegen des Antrags auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 verliert General Motors die Zugehörigkeit zum Index. Insolvente Firmen können nach den geltenden Regeln an der Wall Street nicht Mitglieder in der exklusiven Dreißigerriege sein. Der Rausschmiss von Citi wird begründet mit deren "tiefgreifender Umstrukturierung, bei der der Regierung eine beträchtliche und dauerhafte Beteiligung zufallen" werde.

Vor GM und Citigroup hatte es schon den Versicherungsriesen AIG  getroffen. Die Regierung hatte 80 Prozent der Anteile des vor dem Konkurs stehenden Unternehmens übernommen.

Die letzte Entscheidung über die Aufnahme in den weltberühmten Index liegt beim Chefredakteur des "Wall Street Journals", Robert Thomson. Anders als bei der Deutschen Börse gibt es an der Wall Street keinen strengen Katalog, nach dem ein Unternehmen praktisch automatisch aus dem Deutschen Aktienindex Dax  ausscheidet oder Anspruch auf Aufnahme hat, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt. Der Ausschluss von GM und Citigroup soll am 8. Juni 2009 wirksam werden.

manager-magazin.de mit Material von ap