Ford Top-Manager Reitzle will angeblich gehen

Ein Jahr nach seinem Wechsel von BMW zu Ford will Top-Manager Wolfgang Reitzle angeblich seinen Posten schon wieder räumen. Ford bezeichnete die Gerüchte unterdessen als "völlig absurd".

Unmittelbar vor Beginn einer kurzfristig in den USA angesetzten Pressekonferenz des US-Automobilkonzerns kamen in der Autobranche Gerüchte auf, dass Reitzle als Chef der von Ford zusammengefassten Edelmarken Aston Martin, Jaguar, Lincoln und Volvo geht. Ford fahre einen harten Sparkurs, hieß es in der Branche.Reitzle gelte als einer der besten Autoentwickler der Welt, sei aber kein strenger Kostenkontrolleur.

Die Ford-Autoluxus-Gruppe wies die Gerüchte zum Weggang Reitzles als "völlig absurd" zurück. "Das trifft absolut nicht zu", erklärte der Sprecher der Ford Premier Automotive Group am Donnerstag. Reitzle sehe seinen Posten als die spannendste Aufgabe an, die es derzeit in der Automobilbranche gebe, betonte der Unternehmenssprecher. Er habe erst kürzlich geäußert, dass er noch die nächsten zehn Jahre diese Verantwortung tragen wolle, die ihm großes Vergnügen bereite.

Der gebürtige Ulmer Reitzle war langjähriger Entwicklungschef von BMW und galt lange Zeit auch als Anwärter auf den Chefposten in München. Auf der spektakulären BMW-Aufsichtsratssitzung vom 5. Februar vergangenen Jahres, auf der es zum Eklat wegen der hohen Verluste bei der britischen Tochter Rover kam und Joachim Milberg zum neuen BMW-Chef berufen wurde, trat Reitzle umgehend zurück und wechselte dann zu Ford.

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