Warner Lambert Pfizer siegt im Übernahmekampf

Der US-Konzern hat offenbar grundsätzlich einer Fusion mit dem Konkurrenten Pfizer zur weltweit zweitgrößten Pharmagruppe zugestimmt. Das berichten US-Medien.

New York - Aus dem Übernahmegerangel um Warner-Lambert geht Pfizer offenbar als Sieger hervor. Warner-Lambert soll nach US-Medienberichten einem aufgestockten Angebot von 87 Milliarden Dollar der Pfizer Inc. zugestimmt haben. Pfizer soll statt bisher 2,5 eigene Aktien jetzt 2,75 je Warner-Lambert-Anteil anbieten, hieß es weiter. Wie aus Verhandlungskreisen verlautet sein soll, steht der Umsetzung aber noch eine Zahlung von Warner-Lambert an American Home Products Corp (AHP), Madison, in Milliardenhöhe wegen des Rückzugs aus dieser Fusionsvereinbarung im Weg. Die Unternehmen nahmen keine Stellung hierzu.

Warner-Lambert hatte allerding bereits vor zwei Wochen erklärt, dass die Aussichten für einen Zusammenschluss mit Pfizer sich als besser erweisen könnten als jene für eine Fusion mit AHP. Im November hatte das Unternehmen dagegen noch betont, ein Zusammengehen mit AHP sei strategisch besser als die Pfizer-Offerte.

Am 4. November hatten Warner-Lambert und der Konkurrent American Home Products eine Fusion im Wert von rund 70 Milliarden Dollar vereinbart (rund 128 Milliarden Mark). Noch am gleichen Tag konterte Pfizer mit einem feindlichen Übernahmeangebot von 82,4 Milliarden Dollar. Daraufhin verhandelten American Home Products und Warner-Lambert mit dem Waschmittel- und Konsumgüterhersteller Procter & Gamble.

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