AOL Europe Vivendi will auch Mannesmann in AOL-Allianz einbinden

Der französische Mischkonzern Vivendi würde den Onlinedienst AOL Europe gerne zum eigenen Internet-Portal machen und dabei neben Vodafone Airtouch auch Mannesmann einbeziehen.

"Nach unserer Meinung wäre eine Dreierallianz zwischen Vivendi, Vodafone und Mannesmann der beste Partner für AOL Europe", zitiert das "Wall Street Journal" (WSJ) einen Vivendi-Sprecher.

Die Bertelsmann AG will sich Medienberichten zufolge nicht vollständig von seiner 50-Prozent-Beteiligung an AOL Europe trennen. Die Gesellschaft will laut "Handelsblatt" zehn Prozent behalten. Damit bekäme Konzernchef Thomas Middelhoff weitere Milliarden für die anvisierten Akquisitionen zusammen.

Offenbar setzt sich bei Bertelsmann die Ansicht durch, dass der Medienkonzern mit seinem Buch-, Musik-, Verlags- und E-Commerce-Geschäft keine Beteiligungen mehr an den Internet-Vertriebswegen nötig hat. Die seien auch über Kooperationen zu nutzen. In internen Papieren, so das "Handelsblatt", bezeichnen die Gütersloher AOL auch schon mal als "Internet-Geschäft der ersten Generation". Der Zusammenschluss mit dem Inhaltelieferanten Time Warner belege, dass AOL das ähnlich sehe.

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