Donnerstag, 5. Dezember 2019

US-Wirtschaft Ökonomen sehen Ende der Rezession

Licht am Ende des Tunnels: Laut dem amerikanischen Ökonomenverband geht die Mehrheit der US-Volkswirte mittlerweile von einem baldigen Ende der Rezession in Amerika aus. Die Erholung dürfte allerdings vergleichsweise zaghaft ausfallen.

Washington - Fast drei Viertel der Volkswirte rechnen mit einem Ende des Abschwungs im dritten Quartal, wie der US-Ökonomenverband Nabe am Mittwoch nach der Befragung von 45 Konjunkturbeobachtern erklärte.

Hoffnungsschimmer: Die Mehrzahl der US-Volkswirte rechnet mit einem baldigen Ende der US-Rezession
REUTERS
Hoffnungsschimmer: Die Mehrzahl der US-Volkswirte rechnet mit einem baldigen Ende der US-Rezession
"Die Volkswirte gehen davon aus, dass die Talsohle bald erreicht ist", sagte Nabe-Präsident Chris Varvares. "Allerdings wird die Erholung wahrscheinlich moderater ausfallen als es normalerweise nach starken Einbrüchen." Belastend wirken laut Nabe vor allem steigende Arbeitslosenzahlen und die eingebrochenen Häuserpreise.

Auch Nobelpreisträger Paul Krugman äußerte sich zuletzt zuversichtlich. Die Weltwirtschaft sei um die "äußerste Katastrophe" herum gekommen, sagte er am Montag und stellte für die Industrieländer Wachstum in Aussicht. Er würde sich nicht wundern, wenn sich in zwei Monaten der Welthandel stabilisieren und sich die Weltindustrieproduktion stabilisieren und wieder zulegen würde, erklärte er. Und fügte hinzu: "Es würde mich nicht überraschen, in der zweiten Jahreshälfte in den USA und vielleicht sogar in Europa ein stagnierendes bis leichtes BIP-Wachstum zu sehen."

Der US-Ökonom Nouriel Roubini warnt indes vor zu viel Optimismus. Die Talsohle der Rezession in den USA und weltweit sei noch nicht erreicht, sagte Roubini. Er reche eher mit einem Ende der Rezession gegen Jahresende als zur Jahresmitte. Das US-Wirtschaftswachstum werde zudem nach dem Ende der Rezession mindestens zwei Jahre deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben.

Die Aussichten für eine Erholung in Asien seien besser als die für die USA und Europa, fügte er hinzu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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