Time Warner Gewinnsprung übertrifft Erwartungen

Der US-Medienriese hat 1999 seinen Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Amortisationen und anderen Belastungen um 15 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar gesteigert.

New York - Das gab der größte Medienkonzern am Mittwoch bekannt. Die Umsätze kletterten im vergangen Jahr leicht von 26,2 Milliarden auf 27,3 Milliarden Dollar.

Time Warner, zu dem der Nachrichtensender CCN, das "Time Magazine" und die Warner Brothers Film- und Musikstudios gehören, verdiente damit 20 Cents je Aktie. Schätzungen von Analysten, die von 16 Cents je Aktie ausgegangen waren, wurden damit deutlich übertroffen, so First Call/Thomson Financial.

Nach den Angaben trug das Schlussquartal 1999 entscheidend zum Rekordergebnis bei. Der Quartals-Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Amortisationen sprang um 79 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte nach den Angaben im gleichen Zeitraum auf rund acht Milliarden Dollar nach 7,3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Time Warner-Chef Gerald M. Levin verwies vor allem auf das gute Abschneiden der Sparten Kabelfernsehen und Verlage sowie der Filmgesellschaft Warner Bros. Time Warner erhöhte die Werbeeinkünfte 1999 um 20 Prozent auf mehr als fünf Milliarden Dollar.

Levin hob die geplante Fusion mit der weltgrößten Onlinefirma America Online hervor. Die Transaktion hat nach derzeitigen Aktienkursen einen Wert von rund 160 Milliarden Dollar. Hierdurch wird laut Levin der erste Medien- und Kommunikationskonzern des Internet-Zeitalters entstehen. Das Joint Venture mit dem britischen Musikunternehmen EMI wird zur Bildung der größten Musikfirma führen.