Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Berenberg sieht für Systematics noch Potenzial bis 80 Euro und setzt auf mb Software. Sal.Oppenheim bekräftigt seine Kaufempfehlung für Brainpool. Außerdem: Telecom Italia Mobile und Banco Santander.

Trotz der Kurssteigerungen der vergangenen beiden Monate halten die Analysten der Berenberg Bank Systematics (727 680) weiterhin für attraktiv. Die Einstufung lautet auf "Kaufen" mit einem langfristigen Kursziel von 80 Euro (aktuell: knapp 54 Euro). Durch die jüngsten Akquisitionen und die Partnerschaft mit Commerce One habe der IT-Dienstleister seine Position im E-Business erheblich gestärkt, heißt es in der Studie. Die verstärkte Ausrichtung auf dieses Segment dürfte in den kommenden Jahren zu einem Wachstumsschub führen. Zudem werde die Umsatzausweitung der renditestarken Segmente Application und Consulting eine erhebliche Verbesserung der Unternehmensrendite mit sich bringen.

mb Software: Kursziel 35 Euro (Berenberg)

Als unterbewerteten Titel schätzen die Analysten der Berenberg Bank die Aktie von mb Software (658 320) ein. Mit einem mittelfristigen Kursziel von 35 Euro wird der Wert daher zum "Kaufen" empfohlen (aktuell: rund 23 Euro). Der Gewinn soll von 1999 bei 0,05 Euro je Aktie auf 0,40 Euro im Jahr 2000 und 0,70 im Jahr 2001 bis auf 1,45 Euro im Jahr 2003/2004 steigen. Begründet wird die positive Einschätzung mit der anstehenden Markteinführung neuer Produkte, die in den kommenden Jahren zu einer Wachstumsbeschleunigung führen sollte. Mit den vorläufigen Umsatzzahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen bewiesen, dass die Wachstumsdelle der letzten Monate überwunden ist. Zudem dürfte die erwartete Kostendegression in den nächsten Jahren für deutlich steigende Gewinne sorgen.

Brainpool: Dank Anke weiter "Buy" (Sal.Oppenheim)

Über den Erwartungen lagen die vorläufigen Zahlen von Brainpool (518 890) für 1999 nach Ansicht der Analysten von Sal.Oppenheim. Die Empfehlung "Buy" wurde daher bekräftigt; die Gewinnreihe für 1999/2000 lautet auf 0,09/1,34 Euro. Auch weiterhin dürfte das Unternehmen nach dem Erfolg des Hits "Maschendrahtzaun" mit erfolgreichen Produktionen aufwarten. So sei die neue TV-Serie "Anke" vielversprechend gestartet. Der Fernsehsender SAT.1 habe darauf hin bereits 13 zusätzliche Folgen bestellt. Außerdem sollen zwei neue Serien mit den Fernsehunterhaltern Ingolf Lück und Ingo Appelt produziert werden. Hinweis: Sal. Oppenheim verantwortete den Börsengang der Firma im Dezember.

Telecom Italia Mobile: Kursziel 12,40 Euro / "Strong Buy" (MS)

Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter haben die Aktie von Telecom Italia Mobile (896 356) von "Outperform" auf "Strong Buy" hochgestuft. Nach ihrer Einschätzung versprechen die internationalen Aktivitäten und die Aussichten des Marktes für Wireless Application Phones (WAP) in Italien "substantielles" Aufwärtspotenzial. TIM bleibe ferner diejenige Aktie unter den Mobilfunkanbietern in Europa, die bevozugt werden sollten. Dies habe die Experten auch dazu verleitet, die Gewinnschätzungen für das Unternehmen zu erhöhen. Auf Sicht von 12 Monaten erhöhten sie zugleich das Kursziel für die Stammaktien von 7,01 auf 12,40 Euro (aktuell: rund 11,25 Euro).

Banco Santander: Kursziel nur bis 10,60 Euro (Goldman Sachs)

Die US-Investmentbank Goldman Sachs (GS) hat den prognostizierten Gewinn je Aktie für das Jahr 2000 des Banco Santander Central Hispano (BSCH; 858 872) um einen Prozent auf 0,54 Euro herab gestuft. Als Begründung wurde der um fünf Prozent unter den Erwartungen liegende Zinsüberschuss im vierten Quartal angeführt. Der erwartete Gewinn je Aktie 2001 blieb unverändert bei 0,68 Euro, die Einstufung auf "Market Perfomer" und das Kurssziel von 8,00 bis 10,60 Euro wurden bestätigt (aktuell: 10,20 Euro). Die zu erwartende Allianz zwischen der Societe Generale (SG) und BSCH, die sich den Angaben zufolge auf das Asset-Management und das Firmenkundengeschäft konzentrieren wird, beurteilen die Analysten negativ. Aus der Zusammenarbeit würden sich nicht die Synergieeffekte einer vollständigen Fusion ergeben. Die Kosteneinsparungen seien nicht mehr als ausgebliebene Investitionen, schreibt GS weiter. Außerdem bestünden weitere Alternativen für beide Banken. BSCH dürfte das asiatische Netzwerk von SG für seine Dienstleistungen nutzen und umgekehrt sein eigenes Geschäft in Lateinamerika der französischen Bank zur Verfügung stellen.