Neuemissionen Satte Zeichnungsgewinne bei Popnet und Swing

Rund 340 Prozent Zeichnungsgewinn konnten Erstzeichner heute beim Börsenneuling Popnet mitnehmen. Die Mini-Firma Swing schaffte immerhin noch 29 Prozent. Der nächste Kandidat Abit wird vorbörslich schon teuer gehandelt.

Frankfurt - Mit einem satten Plus von 340 Prozent hat die Aktie der Multimediaagentur Popnet Internet AG den Handel am Frankfurter Neuen Markt aufgenommen. Nach einem Emissionskurs von 12,50 Euro explodierte der Titel zur Erstnotiz in Frankfurt bis auf 55 Euro. Die bisherige Schwankungsbreite lag zwischen 53 und 59,40 Euro.

Die Hamburger Popnet präsentiert sich als Internet-Gemischtwarenladen ohne klares Geschäftsprofil. Laut Beschreibung übernimmt die Firma alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit einem Webauftritt, ohne jedoch in einem Bereich marktführend oder marktbeherrschend zu sein. Die Emission wurde hauptsächlich von der Commerzbank betreut.

Einen etwas bescheideneren, aber dennoch erfolgreichen Börsenstart feierte die Swing Entertainment Media AG, deren Aktien zu 17 Euro ausgegeben wurden. Der erste Kurs der Aktie lag bei 22 Euro was einem Plus von mehr als 29 Prozent entspricht. Nach einem bisherigen Tiefstand bei 21 Euro wurde der Titel am Vormittag in Frankfurt auf dem Höchststand von 24,50 Euro gehandelt. Swing Entertainment produziert, vertreibt und vermarktet Computerspiele und will im Jahr 2003 gut ein Drittel seiner Erlöse im Online-Bereich erzielen. Gegen Swing spricht allerdings, dass das Unternehmen mit seinen insgesamt 16 Angestellten im Kampf um Marktanteile auf so große Konkurrenz wie Electronic Arts, Microsoft oder Walt Disney trifft.

Bis zu 80 Euro für Abit

Mit Blick auf die Erstnotiz am Donnerstag sehen Händler in der Vorbörse das Niveau der Abit-Aktie kritisch. Der Inkasso-Broker wagt den zweiten Anlauf an den Neuen Markt. Die Zeichnungsfrist für die Aktien, die von der DG Bank und der Stadtsparkasse Köln herausgegeben werden, endete gestern.

Bei Umsätzen von 3.000 Stücken bis Mittwochmittag wird der Titel im Handel per Erscheinen 73 zu 80 Euro gestellt. Das Niveau sei einfach nicht gut mit Nachfrage unterlegt, meint Norbert Empting von der Börsenmakler Schnigge AG.

Auch Guiseppe G. Amato von Lang & Schwarz erwartet einen ersten Kurs unter dem aktuellen Niveau bei 65 Euro. Immer wenn er die Taxe etwas anhebe, komme sofort Angebot, oft in größeren Order, aber von unterschiedlichen Adressen, beschreibt er den zurückliegenden Handel in dem Wert. Im Gegensatz zum Vortag kämen die Käufer nun aber aus dem Ausland, die Verkäufer aus dem Inland.