Spendenaffäre Auch Bundes-CDU mit schwarzen Auslands-Konten?

Nach ZDF-Informationen sind jahrelang auch für die Bundes-CDU schwarze Konten im Ausland geführt worden. Der frühere Finanzberater der Partei, Weyrauch, soll dem Sender gesagt haben: "Wenn Sie da rangehen, dann wackelt ganz Europa."

Berlin - Nach ZDF-Angaben ergeben sich die Hinweise auf die illegalen Konten im Ausland aus Unterlagen, die die Staatsanwaltschaft bei dem langjährigen CDU-Steuerberater Horst Weyrauch beschlagnahmt hat. Weyrauch sei allein 1991 und 1992 sieben Mal für die CDU-Bonn in Zürich und Vaduz gewesen. Weyrauch solle der CDU bis Mittwoch alle Kontobewegungen offen legen.

Der Partei selbst sind keine Beweise für schwarze Konten im Ausland bekannt. Das erklärte CDU-Sprecherin Eva Christiansen. Es sei seit langem bekannt, dass Weyrauch Reisen in die beiden Länder auch auf Kosten der Bundes-CDU abgerechnet habe.

Die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden erklärte, sie gebe zu inhaltlichen Details der beschlagnahmten Unterlagen keine Auskunft.

Weyrauch hatte in seiner ersten öffentlichen Erklärung am Sonntag Vorwürfe zurückgewiesen, er habe Teile des im Ausland illegal angehäuften Hessen-CDU-Vermögens dazu genutzt, Geld an die Bundespartei zu übertragen. Zur Führung schwarzer Konten für die Bundes-CDU im Ausland hatte er nichts gesagt. In einem Telefonat will Weyrauch CDU-Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann seine Einschätzung wieder gegeben haben, dass die kommenden Ermittlungen die Republik erschütterten.

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