Porsche-Chef "Luxus und Subventionen passen nicht zusammen"

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking beäugt die weltweite Fusionswelle in der Industrie mit Skepsis. Er schließt für seine Luxuswagen-Schmiede einen Zusammenschluss ebenso aus wie Subventionen.

Hamburg - Luxus und Stütze, das passt nicht zusammen", sagte Wiedeking vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Es sei geradezu peinlich, dass auch große Unternehmen sich nicht scheuten, selbst geringe "Subventionen mitzunehmen. Die starke Marke Porsche mit ihrem unverwechselbaren Profil sei die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens und nicht Hilfe durch die öffentliche Hand.

Über die Welle der Fusionen in der Automobilindustrie und anderen Branchen äußerte sich Wiedeking skeptisch: "Wir halten gar nichts von Fusionen. In 80 Prozent der Fälle wird nicht der erhoffte Mehrwert geschaffen." Für seine eigene Firma stehe eine Übernahme durch einen anderen Konzern nicht zur Debatte, weil so immer auch ein Stück Identität verloren gehe.

Die starke Marke Porsche wolle nicht dadurch wachsen, dass sie ihr Luxus-Image aufgebe, erklärte Wiedeking weiter. Vielmehr habe Porsche neue Märkte erobert und sei nun in 72 statt wie früher nur in 40 Ländern präsent. Zudem lasse sich die Kapazität mancher Händler noch besser ausschöpfen. Weiteres Wachstum lasse sich durch neue Modellreihen erreichen.