Schwacher Jahresstart Bayer senkt Ertragsprognose

Die Finanz- und Wirtschaftskrise schlägt immer stärker auf das Geschäft des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer durch. Für das Gesamtjahr ist Konzernchef Werner Wenning nun pessimistischer als noch im März.

Leverkusen - Die Krise hat dem Chemie- und Pharmakonzern Bayer  einen schwachen Jahresstart gebracht. Umsatz und operatives Ergebnis gingen im ersten Quartal kräftig zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sank auf 1,695 (2,185) Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Leverkusen mit.

Besonders betroffen war das Kunststoffgeschäft. Der Umsatz sackte in diesem stark konjunkturabhängigen Geschäft um mehr als ein Drittel auf 1,636 Milliarden Euro ab, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereinflüssen mit minus 116 (Vorjahr +407) Millionen Euro tief in die roten Zahlen rutschte.

Das Gesundheits- und Pflanzenschutzgeschäft dämpfte die Folgen des Einbruchs etwas. Der Umsatz ging insgesamt um 7,5 Prozent auf 7,895 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich verzeichneten die Leverkusener einen Gewinnrückgang auf 425 (762) Millionen Euro. Der Konzern verfehlte damit die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Analysten.

Für das Gesamtjahr ist Konzernchef Werner Wenning nun pessimistischer als noch im März. Das Ziel, den Rückgang des operativen Gewinns auf etwa fünf Prozent zu begrenzen, sei "zunehmend ambitioniert", sagte er. Ein Anknüpfen an den Vorjahreswert oder sogar eine leichte Verbesserung sei nicht mehr zu erreichen. Bayer rechnet 2009 mit rund 32 Milliarden Euro Umsatz nach 32,92 Milliarden Euro im Jahr 2008.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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