Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Goldman Sachs sieht bei Telekom Potenzial bis 82 Euro. Für die Bankgesellschaft Berlin ist DaimlerChrysler mit 77 Euro fair bewertet. Die BHF-Bank empfiehlt Kinowelt - der Kurs könne sich beinahe verdoppeln.

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Telekom-Einstufung (555 750) auf "Market Outperformer" sowie das Kursziel von 82 Euro bestätigt (aktuell: knapp 75 Euro). Die Gewinnprognose wurde nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für 1999 un dem Unternehmensausblick erhöht: Für 1999 erwarten die Analysten einen Gewinn/Aktie von 1,10 (0,43) Mark und für 2000 rechnen sie mit 0,78 (0,70) Mark. Die EBITDA-Schätzungen für 2000 wurden um eine Milliarde Euro wegen höherer Anlaufkosten unter anderem für One2One reduziert. Für 2001 wurden die EBITDA-Schätzungen um 461 Millionen und für 2002 um eine Milliarde Euro angehoben.

DaimlerChrysler: Mit 77 Euro "fair bewertet" (BGB)

Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) stuft DaimlerChrysler (710 000) auf "Kein Handlungsbedarf" ein. Der "faire Wert" für das Papier betrage 77 Euro (aktuell: knapp 70 Euro). Bei dem deutsch-amerikanischen Branchenprimus machen die Experten eine Reihe von Schwächen aus. So habe der Halbjahresbericht mit seinem geringen Betriebsergebnis enttäuscht. Auch in den kommenden Monaten sei mit keiner nennenswerten Steigerung der Profitabilität zu rechnen. Generell würden zudem die Autowerte an der Börse derzeit niedrig bewertet. Auf der Habenseite stünden dagegen realisierte Wertpotenzialen durch die Abspaltung des IT-Dienstleister debitel und des Rüstungsgeschäfts. Zusätzlich würden sich angesichts der Revolution im e-commerce noch viele Kostensenkungspotenziale ergeben.

Kinowelt: "Fair Value" 91 Euro (BHF)

Die Aktie von Kinowelt (628 590) bietet derzeit ein günstiges Einstiegsniveau, meinen die Analysten der BHF-Bank. Sie rechnen damit, dass der von ihnen ermittelte Fair Value von 91 Euro innerhalb der nächsten 6 Monate erreicht werde (aktuell: knapp 49 Euro). Die Angst vor Anlaufverlusten beim geplanten eigenen Fernsehsender überzogen. Es handele sich um einen reinen Spartenkanal, der kostengünstige Jugendunterhaltung abspielen solle. Außerdem wolle das Unternehmen weiterhin einen Großteil der Filmrechte an große Free-TV-Sender verkaufen. Von der anstehenden Integration der Sportwelt , der Berlinale im Februar sowie der Umsetzung von Produktionsprojekten mit Alliance Atlantis und Bioskop erwarten die Experten positive Impulse. In Anbetracht von zähen Verhandlungen mit den Fernsehsendern sowie der voraussichtlichen Anlaufverluste des neuen Fernsehsenders revidieren die Experten ihre Gewinnprognosen je Aktie für die Jahre 1999 bis 2001 von 0,54 auf 0,45 Euro; von 1,10 auf 1,00 Euro und von 1,70 auf 1,38 Euro nach unten.