Infineon Erstnotiz am 13. März

Der Halbleiterhersteller wird am 13. März zum ersten Mal an der Börse notiert. Die frühere Siemens-Tochter steigerte ihren Quartalsumsatz um 81 Prozent und will Frühzeichnern einen Preisvorteil bieten.

München - In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 1999/2000 kletterte der Umsatz auf gut drei Milliarden Mark (plus 81 Prozent), teilte Infineon am Freitag mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen legte nach einem Minus von gut 100 Millionen Mark im Vorjahreszeitraum auf rund 480 Millionen Mark zu. Neben der verbesserten Produktivität habe das Unternehmen besonders von der weltweit stark anziehenden Halbleiter-Konjunktur profitiert, hieß es aus München.

Börsenstart ist gleichzeitig am 13. März in Frankfurt und New York. Siemens wird voraussichtlich 25 bis 30 Prozent der Anteile abgeben. Privatanleger, die zwischen dem 21. Februar und dem 1. März zeichnen, sollen einen Preisvorteil erhalten. Die Zeichnungsfrist läuft dann noch bis zum 10. März weiter. Mit dem Börsengang soll eine Kapitalerhöhung erfolgen. Konsortialführer sind die Deutsche Bank und Goldman Sachs.

Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass Infineon mit IBM und der taiwanesischen UMC gemeinsam "zukunftsweisende Technologien" für die Produktion von Halbleitern entwickeln will. Ziel sind gemeinsame Prozesstechnologien zur Herstellung von Logikchips mit Strukturabmessungen von 0,13 bis 0,10 Mikrometern. Die neuen Prozesse werden die Möglichkeit bieten, Logikschaltungen Mixed-Signal Funktionen und Embeddet-Dram-Speicher auf einem einzigen Chip zu kombinieren.

Jedes Unternehmen wird die Prozesse in seinen eigenen Fertigungsstätten implementieren können. Das gegenwärtige Entwicklungsabkommen läuft bis zum Jahr 2003. Details zur ersten 0,13-Mikrometer-Technologie werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2000 zur Verfügung stehen.