Konsumflaute Beiersdorf erleidet Umsatzeinbruch

Die Wirtschaftskrise verschont auch vermeintlich beständige Konsumkonzerne nicht mehr. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf verbucht einen deutlichen Umsatzeinbruch. Die Aktie stürzt nach dieser Nachricht ab.

Hamburg - Der Nivea-Hersteller Beiersdorf  hat im ersten Quartal wegen der weltweiten Konjunkturflaute einen Umsatzeinbruch verbucht. Nach 1,523 Milliarden Euro vor einem Jahr setzte das im Dax  notierte Unternehmen in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach vorläufigen Zahlen 1,438 Milliarden Euro um, wie Beiersdorf am Freitag mitteilte.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern vor Sonderposten sank von 195 auf 145 Millionen Euro. Damit schrumpfte die Ebit-Rendite von 12,9 auf 10,1 Prozent. Die Aktie brach daraufhin im Frankfurter Handel um 5,39 Prozent auf 32,48 Euro ein. Zwischenzeitlich war das Papier bis auf 30,75 abgestürzt.

Der Umsatz des Kernbereichs mit der Flaggschiffmarke Nivea sank auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um 0,5 Prozent. In vielen Märkten war die Umsatzentwicklung durch den Bestandsabbau bei Handelspartnern gebremst, wie Beiersdorf mitteilte. Der nominale Umsatz sank von 1,299 auf 1,267 Milliarden Euro. Das Ebit schrumpfte von 171 auf 144 Millionen Euro, die Ebit-Rendite von 13,2 auf 11,3 Prozent.

Die Klebersparte Tesa stürzte beim Umsatz organisch um 23,8 Prozent auf 171 Millionen Euro ab. Tesa ist besonders stark von der Produktionsflaute bei Kunden in der Automobil- und Elektronikindustrie betroffen. Das Ebit brach von rund 24 Millionen Euro auf etwa eine Million Euro ein. Endgültige Quartalszahlen will Beiersdorf am 5. Mai bekannt geben.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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