Gewinnrückgang GE kommt glimpflich davon

General Electric hat der Wirtschaft trotz eines Gewinneinbruchs zu Jahresbeginn Mut gemacht. Der Gewinn des US-Mischkonzerns fiel im ersten Quartal zwar um 36 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Dank seiner starken Turbinensparte übertraf GE aber die Markterwartungen. Davon profitiert auch Rivale Siemens.

Boston - Experten hatten ein Plus von 21 Cent je Aktie prognostiziert, unterm Strich blieben General Electric (GE)  aber 26 Cent. Der Umsatz sank hingegen um 9 Prozent auf 38,4 Milliarden Dollar. Die Auftragsbücher seien mit 171 Milliarden Dollar aber noch gleichbleibend stabil gefüllt. Der Konzern schlage sich gut inmitten der anhaltend schwachen Wirtschaft, sagte GE-Chef Jeff Immelt.

An der Börse in New York wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die GE-Aktien legten vorbörslich 3,5 Prozent zu. Das breit aufgestellte Schwergewicht gilt als Barometer für die Entwicklung der gesamten US-Wirtschaft. Von der GE-Zwischenbilanz profitierten auch andere Branchenwerte: Siemens-Papiere  legten bis zum Nachmittag um 2,7 Prozent auf 48,88 Euro zu. Auch die Aktie des Technologiekonzerns Alstom gewann 3,4 Prozent auf 47,84 Euro.

Der Gewinn beim Finanzarm GE Capital - dem zuletzt schwächsten Glied des Konzerns - ging um mehr als die Hälfte auf 1,12 Milliarden Dollar zurück. GE bekräftigte aber seine Erwartungen, dass die Sparte im Gesamtjahr einen Gewinn einfahren werde. Zudem kündigte der Konzern aus Fairfield im Bundesstaat Connecticut einen massiven Sparkurs an. Allein in diesem Jahr sollen die Kosten um fünf Milliarden Dollar gesenkt werden.

Dies seien gute Neuigkeiten, sagte Börsenexperte Jim Hardesty von Hardesty Capital Management. Insbesondere das Ergebnis bei GE Capital sei besser als erwartet. Dies sei die wahrscheinlich beste Nachricht. "Insgesamt gesehen waren die Zahlen gleichwohl nicht gut", fügte Hardesty hinzu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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