Wirtschaftskrise Boeing warnt und drosselt Produktion

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat die Märkte und Investoren vor einem Gewinneinbruch im ersten Quartal gewarnt. Jetzt will der Airbus-Mitbewerber angesichts der derzeit schlechten Geschäftsbedingungen seine Produktion drosseln.

New York - Boeing  erklärte am späten Donnerstagabend nach Börsenschluss in den USA, die Verringerung der Produktion und geringere Flugzeug-Preise würden das Ergebnis je Aktie im ersten Quartal um etwa 38 Cent schmälern. Analysten hatten bislang mit einem Gewinn von 1,19 Dollar je Aktie gerechnet nach 1,61 Dollar ein Jahr zuvor.

Bei der Vorlage der Zahlen für das erste Vierteljahr am 22. April will Boeing einen neuen Ausblick für das Gesamtjahr geben. Die Boeing-Aktie rutschte nach der Gewinnwarnung nachbörslich kräftig ab.

Fluggesellschaften und Frachtdienste schieben derzeit wegen der Rezession neue Bestellungen auf oder sagen sie sogar ab. In diesem Jahr musste Boeing deshalb bislang mehr Stornierungen als Neubestellungen verbuchen. Zudem legt der Konzern rund ein Jahr vor der Auslieferung eines Flugzeugs einen an wirtschaftliche Barometer gekoppelten Preis fest. Die desaströse Lage der Weltwirtschaft bedeutet, dass die derzeit bestimmten Preise deutlich niedriger ausfallen als der Konzern zuvor angenommen hatte.

Wegen des drastischen Nachfrageeinbruchs will Boeing die Produktion seines Minijumbos 777 ab Mitte 2010 auf fünf von sieben Maschinen pro Monat senken. Außerdem verschiebt der Konzern frühere Pläne zur Aufstockung der Produktion des neuen Jumbo 747-8 und des 767. Branchenexperten hatten schon seit geraumer Zeit mit Produktionskürzungen bei Boeing und Airbus gerechnet.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.