Case-Shiller-Index US-Häuserpreise fallen so stark wie nie

In der verheerenden US-Immobilienkrise ist weiterhin kein Land in Sicht: In 20 Ballungsräumen der USA brachen die Häuserpreise im Januar verglichen zum Vorjahr um dramatische 19 Prozent ein. Der Rückgang des Case-Shiller-Index war damit heftiger als erwartet.

Washington - Bereits seit Januar 2007 seien die amerikanischen Häuserpreise auf dem Rückzug, hieß es weiter. Im Februar war die Zahl der verkauften Häuse jedoch gestiegen. "Es gibt noch eine Menge Abwärtsbewegung", sagte Michelle Meyer, Ökonomin bei Barclays Capital in New York. "Wir glauben nicht, dass es bei den Häuserpreisen bis zur zweiten Hälfte des nächsten Jahres zu einer Bodenbildung kommt."

Das Platzen der Immobilienblase in den USA gilt als wichtiger Auslöser der Finanz- und Wirtschaftsmisere. Eine Stabilisierung des Häusermarktes ist nach Ansicht von Experten entscheidend für einen Aufschwung der Gesamtwirtschaft.

Die Stimmung der US-Verbraucher hellte sich im März derweil minimal auf. Der entsprechende Index sei im vergangenen Monat von 25,3 auf 26 Punkte gestiegen, teilte das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, mit. Im Februar war die Verbraucherstimmung auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 1967 gefallen.

Die Wirtschaftsaussichten sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt drückten nach wie vor stark auf die derzeitige Stimmung der Konsumenten, teilte das Institut weiter mit. Auf kurze Sicht seien die Verbraucher "extrem pessimistisch" und erwarten nicht, dass sich die wirtschaftliche Situation innerhalb der nächsten sechs Monate verbessere. Für die monatliche Erhebung des Instituts werden 5000 amerikanische Haushalte befragt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Übersicht: US-Häuserpreise von LA bis Miami

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