Bankenrettung Regierung zögert bei Bad Bank

Die Bundesregierung will laut einem Magazinbericht nun vorerst doch kein eigenes Konzept für die Einrichtung von Bad Banks bei angeschlagenen Kreditinstituten vorlegen. Nur wenn sich die Lage erneut verschärfe, werde man über die Ausgliederung der faulen Wertpapiere in einer Bad Bank entscheiden.

Hamburg - Falls sich die Lage nicht weiter verschärfe, reiche der bisherige Bankenrettungsschirm aus, heißt es in der Regierung, berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Nur wenn große Teile des Bankensektors oder weitere wichtige Institute in bedrohliche Schieflage gerieten, will die Regierung neue Maßnahmen "aus der Schublade ziehen".

Betroffene Institute sollen in einem solchen Fall ihre faulen Wertpapiere in ihre eigene Bad Bank ausgliedern, an der sich der Staat beteiligt. Im Tausch für die Anteile bekämen die gesunden Teile der Banken nicht handelbare Staatsanleihen.

Ausgestattet mit derart soliden Aktiva könnten sich die Institute wieder dem Kreditgeschäft widmen. Über 15 bis 20 Jahre würden die toxischen Wertpapiere abgewickelt.

Entstünden dem Staat dabei Verluste, bekäme er sie von den gesunden Banken ersetzt.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.